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Amenra DE DOORN

Post Metal, Relapse/RTD (4 Songs / VÖ: 25.6.)

5/ 7
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Gut gemachter Post-irgendwas-mit-Metal kann wahrhaft bewusstseinserweiternde Wirkung entfalten: Das dramatische Spiel mit Dynamik und der Hang zu cineastischen Melodietapeten entkrampft Riff-geplagte Nackenmuskeln und injiziert elementare Emotionen. Wer dann noch, wie die Belgier Amenra, sludgige Hardcore-Härte und in Colin van Eeckhout einen Sänger mitbringt, der regelmäßig seine Stimmbänder zerlegt, fabriziert Lieblings­alben. Nur leider nicht in Serie, denn wie Post Metal im Allgemeinen haben auch Amenra das spezifische Problem, dass die eingesetzten Mittel ziemlich ein­dimensional sind und Abwechslung nur dort entsteht, wo die meist lineare Zusammensetzung der Songs interessante Varianten aufweist.

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Mit MASS V hatten sie meiner Meinung nach ihren Peak, und DE DOORN jetzt zeigt fast lehrbuchartig, wie die Formel nicht ganz so gut funktioniert. Wie beim Pokern: Immer „all in“ ist keine Siegerstrategie. Und die endlose Herauszögerung des, pardon, emotionalen Orgasmus’ wie beim abschließen­den ‘Voor immer’ zusammen mit der ausgedehnten Spoken Word-Einlage lässt die Gänsehaut dann gewisser­maßen präemptiv erschlaffen. Natürlich immer noch ein Album mit mitreißenden Momenten, und wer Amenra noch nie gehört hat, kann auch mit diesem etwas anfangen – aber das können sie besser.

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