Toggle menu

Metal Hammer

Search

Atheist Jupiter

Progressive Death Metal, Season Of Mist/Soulfood 8 Songs / 32:47 Min. / VÖ: 7. Januar 2011

5.0/ 7
teilen
mailen
teilen
von
Foto: Season Of Mist/Soulfood

Eine halbe Stunde kann sich wie ein kurzer Augenblick oder wie zäher Kaugummi anfühlen – je nachdem, wie sehr man sich auf den Hirnfick von Atheist einlässt. Länger ist JUPITER nicht, und damit steht das Album exakt in der Spielzeit-Tradition seiner drei Vorgänger. Diese liegen zwar 17 Jahre zurück, doch trotz der langen Pause klingen Atheist erfrischend und motiviert.

Ein Spaziergang ist der verschachtelte Fingerknoten-Sound selbstverständlich nicht. Wer die klassische Strophe-Überleitung-Refrain-Struktur sucht, wird verzweifelt das Handtuch werfen. Unvermittelt wechseln Rhythmen und Geschwindigkeit, trotzdem bleibt das Zusammenspiel der einzelnen Elemente atemberaubend. Ob Drummer Steve Flynn lässig einen Samba-Groove auf den Doublebass-Blast nagelt (‘Fraudulent Cloth’), oder Neu-Bassist Jonathan Thompson einen funky Slap-Bass einstreut (‘Fictious Glide’) – hier ist jeder verdammte Takt eine Herausforderung an die Konzentration.

Atheist-Neueinsteiger sollten die Spätwerke von Chuck Schuldiner als Orientierungsboje nutzen, Musiker und Genrefans werden eh zuschlagen. JUPITER ist ein meisterhaftes Comeback, das den Stil von ELEMENTS (1993) aufgreift und weiter entwickelt. Natürlich gibt es mittlerweile etliche Combos, die schachteliger und extremer sind, aber diesem Wettkampf braucht sich der Florida-Fünfer nicht zu stellen. Wladimir Klitschko würde ja auch nicht gegen Joe Frazier boxen.

 


ÄHNLICHE KRITIKEN

Omega Massif :: GEISTERSTADT / KALT

Sodom :: In War And Pieces

Kylesa :: Spiral Shadow


ÄHNLICHE ARTIKEL

Madonna-Cover von Chuck Schuldiner aufgetaucht

Während seines Kampfs gegen den Krebs nahm Death-Frontmann Chuck Schuldiner eine Instrumentalversion von Madonnas ‘Frozen’ auf. Sein Neffe brachte es ans Tageslicht.

‘Into The Void’: Erster Trailer zu Dokuserie zu sehen

Tiefgründige Einsichten gefällig? ‘Into The Void: Life, Death & Heavy Metal’ erzählt die Schicksale von acht wegweisenden Musikern.

SYMBOLIC (Death) wird 30 Jahre alt

Am 21. März 1995 erschien das bis heute zwiespältig aufgenommene Death-Album SYMBOLIC. Wir erinnern an seinen Einfluss auf den Death Metal.

teilen
mailen
teilen
Rap Metal: Eine Übersicht über das Genre

Metal bietet unter allen Musikgenres die wohl größte Artenvielfalt. Bei den unzähligen Subgenres fällt es schwer, den Überblick zu behalten. Schaut man genauer hin, so springt einem eine sehr interessante, aber sicherlich auch eigenartige Musik-Kombination ins Gesicht: Rap Metal. Die größten Markenzeichen dieses Crossover-Genres sind die Gitarrenriffs und Drums aus dem Heavy Metal und die meist gerappten Texte. Hin und wieder findet man sogar, ähnlich wie im Hip-Hop, klassische DJ-Elemente. Wir stellen euch das Genre vor, arbeiten die Ursprünge, Einflüsse und musikalischen Merkmale auf, beleuchten die Hintergründe und präsentieren die wichtigsten Vertreter. Ursprünge Seine Ursprünge findet Rap Metal, wie auch…
Weiterlesen
Zur Startseite