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Battle Beast Unholy Savior

Power Metal, Nuclear Blast/Warner 11 Songs / VÖ: 09.01.2014

5.0/ 7
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Foto: Battle Beast UNHOLY SAVIOR

Achtung, Stoff zum Aufregen – ist ja gar kein Metal, und der Untergang des Abendlands naht mal wieder! Nach vorhersehbaren Alben des Monats von Primordial (WHERE GREATER MEN HAVE FALLEN), At The Gates (AT WAR WITH REALITY) und Slash (WORLD ON FIRE) entscheiden diesmal Battle Beast den Kampf um die Soundcheck-Krone für sich. Das liegt zum einen am, machen wir uns nichts vor, übergreifend schwachen Niveau der Januarveröffentlichungen, zum anderen aber natürlich auch an der hitverdächtig trashigen Klasse der finnischen Durchstarter.

Diese schrecken auf ihrem dritten Album – Werk zwei mit Sängerin Noora Louhimo – vor nichts zurück: Die Frontfrau liefert wie auf dem Vorgänger und bei Konzerten eine mehr als respektable Brüllgnomleistung ab, die das Biest mal in schreiend-aggressive Höhen katapultiert (‘I Want The World… And Everything In It’), mal in verführerischen Tiefen agieren lässt (‘Unholy Savior’) und mit ‘Hero’s Quest’ sogar in mysteriöse und ganz wunderbar heroische Videospielwelten abtaucht. Wie ihre Tour-Partner Sabaton agieren auch Battle Beast mit poppigen Synthie-Melodien und -Drums, die das Stück ‘Touch In The Night’ auf die (kaum noch erträgliche) Spitze treibt.

Das mag für die trve Fraktion eine Übertreibung zu viel sein, dem Trash-Hit-Feierpotenzial der Platte kommt die Überzeichnung jedoch zugute: Rotzig gegurgelte Mitbrüllhymnen wie ‘Madness’, ‘ Speed And Danger’ oder ‘Far Far Away’ zünden dank des zackigen Songwritings schließlich ab dem ersten Durchgang und werden live wieder für geballte Fäuste sowie die mitreißende Bühnenexplosion von Manga-Action-Figur Louhimo sorgen. In dieser Disziplin lassen sich Battle Beast auch 2015 nichts vormachen! Fraglich ist nur, warum das Energiebündel seine kräftige Stimme für unnötige Weihnachtskitschballaden wie ‘Sea Of Dreams’ oder ‘Angel Cry’ opfern muss und damit den Eindruck eines gebändigten Biests hinterlässt – Abwechslung zum Teufel, das Monster ist schließlich immer dann am stärksten, wenn es von der Leine gelassen wird und zügellos schreiend seine ganze Power auslebt.

Von diesen Schwachstellen abgesehen legen die Finnen abermals ein starkes Album vor, dessen beste Songs zwar nicht an BATTLE BEAST-Über-Hits wie ‘Kingdom’ oder ‘Black Ninja’ heranreichen, das Liveset des Sextetts aber verstärken und für eine echte Überraschung an der Spitze des Januar-Soundchecks sorgen. Vom Untergang des Abendlands (und natürlich den schier unfassbaren stimmlichen Qualitäten von Brüllwürfel Louhimo) können sich Zweifler ab dem 9.1. übrigens auch live überzeugen!

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