Dass Behemoth zu den besten Extrem Metal-Acts des Planeten gehören, haben Chef Nergal und seine Mitstreiter schon des Öfteren bewiesen. Große Alben wie DEMIGOD (2004) oder THE APOSTASY (2007) haben die Polen in den letzten Jahren in die oberste Etage der musikalischen Extremisten aufsteigen lassen.
Erfolgreiche Touren dieser genialen Live-Band tun dann noch ihr Übriges – ein Auftritt auf dem Ozzfest natürlich auch. Mittlerweile sind Behemoth in Europa beim Branchenriesen Nuclear Blast gelandet. Da verwundert es nicht, dass das alte Label den ökonomischen Gedanken hegt, mit altem Gut noch die eine oder Mark zu verdienen. Das ist auch durchaus legitim. Schließlich ist Metal auch (nur) ein Geschäft.
Wenn – wie in diesem Fall – zudem noch etwas Mehrwertiges dabei herauskommt, dann sollte man froh sein. Gut, das beste Live-Album aller Zeiten ist LIVE APOSTASY nicht geworden, dafür kommt zu wenig Konzert-Atmosphäre rüber. Allerdings ist die Song-Auswahl sehr gut und repräsentativ, und auch der Sound ist aller Ehren wert.
Ob jener Sound natürlich so aufgenommen wurde oder ob nachträglich justiert werden musste – Fragezeichen… Nichtsdestotrotz stellt dieses Album ein gutes Best-Of-Werk dar, das gleichzeitig noch mit einem dezenten Live-Gefühl daherkommt.
ÄHNLICHE KRITIKEN
Lukasz Dunaj :: BEHEMOTH: DEVILS CONQUISTADORS
Raubtier :: Bestia Borealis
Behemoth :: The Satanist
ÄHNLICHE ARTIKEL
Disturbed: John Moyer ist seit einem Jahr nüchtern
Disturbed-Bassist John Moyer ist seit einem Jahr nüchtern. Nun will er ein Vorbild für andere sein, die mit Alkoholproblemen kämpfen.
Metal-Helden in Videospielen
Joakim Brodén als Commander eines Kriegsschiffs in ‘World Of Warships’ – das passt wie die Metal-Faust aufs Auge. Wir schaffen einen kleinen Überblick über seine Vorgänger, Vorbilder und Veteranen aus anderen Spielereihen.
Metal in der Ukraine: Stromgitarren gegen Bombenalarm
Während in der Ukraine der Krieg tobt, erblüht die dortige Metal-Szene und trotzt dem andauernden Ausnahmezustand auf ganz eigene Weise.
