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Billy Talent III

Alternative, Warner Music Canada 11 Songs / 42:58 Min. / 10.07.2011

3.0/ 7
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Foto: Warner Music Canada

Wenige Karrieren gingen so steil bergauf wie die von Billy Talent, die trotz der extrem kreischenden und damit eigentlich polarisierenden Stimme von Benjamin Kowalewicz Fan-Herzen und Charts im Sturm nahmen.

Also alle Zeichen schnell auf Sturm gedreht, denn das nur logisch III genannte neue Album ist da – und enttäuscht ein wenig. Natürlich sind alle Stilmittel der beiden erfolgreichen Vorgängeralben vorhanden, es gibt Melodien zum Niederknien, immer wieder Ohrwürmer, das liebgewonnene Kreischen und eine prima Instrumentierung.

Trotzdem ist III – verglichen mit den Vorgängern – schlicht lahm. II platzte beinahe vor Energie, III wirkt wie der müde Bruder an einem verregneten Sonntag. Billy Talent haben ihr Songwriting-Talent zwar noch weiter verfeinert und wieder viel in die Texte gesteckt, doch je länger das Album läuft, desto mehr vermisst man Up-Tempo-Songs wie ‘Devil In A Midnight Mass’, zu denen die ruhigen Songs früher nur eine Verschnaufpause darstellten.

Jetzt plätschert ein Song in den nächsten, die schnelleren Parts werden zur Ausnahme – und genau das ist extrem schade, da die Melodien immer noch Gold wert sind. Jeder Song könnte gleich mitgesungen werden, wenn man nur in der Stimmung dazu wäre. Da ein Song aber dem nächsten in seiner leicht melancholischen Grundstimmung gleicht, kommt kaum Mitsinglaune auf.

III ist sozusagen ein Album voller ‘Fallen Leaves’, nur dass dieser klasse Song auf dem letzten Album vor allem durch die Dynamik mit den anderen Songs zur finalen Brillanz kam. Und Dynamik fehlt III leider komplett, Ohrwürmer hin oder her.

 


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