Toggle menu

Metal Hammer

Search
Exklusives Powerwolf-Album nur in METAL HAMMER 07/2021

Bring Me The Horizon THAT’S THE SPIRIT

Rock, Rca Int./Sony (11 Songs / VÖ: 11.9.)

6/ 7
teilen
twittern
mailen
teilen
von
Foto: Promo

Die Szene-Darlings Bring Me The Horizon spalten die Metal-Gemeinde bereits seit ihrem Debüt COUNT YOUR BLESSINGS, auf dem sie als blutjunge Teenies brutalen Deathcore zelebrierten. „Mädchenband“ ist noch eine der netteren Umschreibungen, die man schon damals von den kuttentragenden Gegnern der Band hören konnte. Elf Jahre und ein Modelabel später, hat die Band mit Deathcore mehr als gründlich abgeschlossen. Stattdessen bewegt sich die Band in ihrem finalen Reifeprozess eindeutig in Richtung Radio – und beweist dabei ihre ganz große Songwriting-Klasse. THAT’S THE SPIRIT besteht nämlich durchweg aus brillant produzierten und auf Hochglanz polierten, modernen Rocknummern. So ganz ohne „Core“ und „Metal“.

Schon der Opener ‘Doomed’ gibt mit breiter Elektronik, zurückgenommenen Gitarren sowie Klagegesang die neue Richtung vor. Auch der in Nu-Richtung tendierende ‘Happy Song‘, das finstere ‘True Friends’, das melancholische ‘Avalanche’ und vor allem die 30 Seconds To Mars-Anspielung ‘Oh No’ sind eindeutig Radio-Material. Es gibt zwar noch einige Songs, die nach wie vor Aggression propagieren (‘Throne’, ‘What You Need’), diese sind aber deutlich in der Unterzahl und bedauerlicherweise erheblich zurückgenommer als noch auf SEMPITERNAL. Nur damit hier keine Missverständnisse auftreten: Dieser neue Stil steht Bring Me The Horizon dennoch ganz hervorragend, auch wenn die ganz großen, epischen Momente des Vorgängers (‘Shadow Moses’, irgendwer?) ausbleiben.

Die großen Dynamikunterschiede und ruhigen Passagen räumen dem hochklassigen Songwriting und den fein gedrechselten Elektroniken jetzt nämlich noch mehr Raum ein. Die nach wie vor herrlich emotionalen Texte („Who will fix me now, dive in when I drown – save me from myself; don’t let me drown”) von Oli passen zudem perfekt auf die verzweifelten Gesangsmelodien, in denen seine gesanglichen Fähigkeiten erst so richtig zur Geltung kommen. Bring Me The Horizon werden mit diesem Album endgültig dafür sorgen, dass kein Trueness-Metaller irgendetwas mit ihnen zu tun haben will. Angesichts der weit offen stehenden Stadiontore dieser Welt, einhergehend mit Scharen von ihnen zu Füßen liegenden, weiblichen Fans, ist das für die Band aber wohl gerade noch zu verschmerzen.


ÄHNLICHE KRITIKEN

Rideau :: RIDEAU

Dead Lord :: Heads Held High

Saltatio Mortis :: Zirkus Zeitgeist


ÄHNLICHE ARTIKEL

Gene Simmons: Junge Fans seien Schuld am Tod der Rock-Musik

Gene Simmons hält auch nach Jahren noch an seiner Äußerung "Rock ist tot" fest. Schuld an dem Schlamassel seien die jungen Fans.

Die besten Hard Rock- und Rock-Alben 2020

Den kompletten ultimativen Jahresrockblick gibt es brandheiß und druckfrisch in der aktuellen METAL HAMMER-Januarausgabe!

Bring Me The Horizon & Yungblud: Passt zusammen wie Schokolade

Bring Me The Horizon veröffentlichten diese Woche ihre neue Single ‘Obey’, für die sie sich den 23 Jahre jungen britischen Musiker Yungblud mit ins Boot holten. Erfahrt hier etwas zu den Hintergründen!

teilen
twittern
mailen
teilen
Video: Metallica “covern” Pokémon-Song

Fast könnte man es glauben: In dem Video ist ein Cover des Titelsongs des Hype-Games Pokémon GO über die Live-Performance von Metallica gelegt. Auch wenn der Gesang nahezu Lippensynchron auf James Hetfield passt, wird spätestens beim Klang der Stimme klar, dass es sich um einen Internet-Scherz handelt. Witzig ist das Ergebnis trotz allem - viel Spaß! https://youtu.be/2v74oV4qXRI
Weiterlesen
Zur Startseite