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Brutal Truth EVOLUTION THROUGH REVOLUTION Review

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Alter, wer hätte das gedacht? Über eine Dekade nach ihrem letzten Album und gut vier Jahre nach der Wiedervereinigung der Grindcore-Gladiatoren aus New York kommt hier der Beweis, dass das Alter nicht notwendigerweise milde stimmt und Reunions mehr sein können als ein peinliches Tote-Pferde-Peitschen.

Brutal Truth haben den Kopf aus dem Arsch gezogen und experimentierfreudig Altes mit Neuem vermischt. Anfangs herrschen noch die Erfahrungswerte: Der Opener ‘Sugardaddy’ und ‘Turmoil’ hacken auf grobe Klötze ein – so was ist nicht neu, aber wenigstens Stillstand auf höchstem Niveau.

Sobald dann der Sound aufmacht, weit wird, lauert, sägt, zerquält über den Boden robbt, nur um auf dem Bolzplatz der Geschichte wieder zu einem handlichen Stück Dreck getreten zu werden, versteht man, wie zukunftsträchtig (und Bestenlisten-verdächtig!) diese Platte ist.

Schrägere Titel wie ‘Detached’ und ‘Semi-Automatic Carnation’ (was haben Nelken in dem Gemetzel zu suchen?) weisen zudem deutlich über Grind hinaus und fügen psychotische Noten hinzu. Tja, und manchmal? Manchmal klingt es einfach nur nach Bombenteppich.

Melanie Aschenbrenner

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der Mai-Ausgabe des METAL HAMMER.


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