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Steadlür STEADLÜR Review

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Steadlür sind endlich mal eine Band die das, was sie durch ihre angegebenen Einflüsse verspricht, auch hält. Das ist selten, aber in diesem Fall hört man es wirklich heraus: Eine Mischung aus Rock der 90er wie The Offspring und 80er-Sleaze wie Skid Row wird versprochen und serviert!

Die Scheibe enthält somit eine Mischung aus zwei Sorten von Liedern: Sorte Nummer Eins ist extrem poppig, fast schon zugeschnitten auf die Ohren von pubertierenden, amerikanischen Jugendlichen („My Mum Hates Me“). Da haben wir Weezer und The Offspring.

Sorte Nummer Zwei tritt dagegen ordentlich Arsch. Insbesondere der Opener „Poison“ und „Bumpin’“ gehen ziemlich in die Vollen, lassen alles im Takt wackeln. Eine super Atmosphäre umspielt diese Lieder, denn sie klingen nach echtem, dreckigem Rock’n’Roll. Da haben wir Skid Row und Guns N’ Roses.

Leider nervt die Verteilung der Lieder. Die poppigen oder balladesken Stücke wie „Angel (On the Wrong Side of Town)“ sind deutlich in der Überzahl. Auch wenn poppig nicht schlecht bedeutet, lassen diese Songs die Band softer erscheinen, als sie sein könnte. Richtige Durchhänger gibt es zum Glück aber kaum – bis auf das extrem langweilige „Whiskey and Women“.

Steadlür werden ihr Publikum haben und vielleicht sogar irgendwann einen verdienten Einstieg in die Charts erarbeiten können – es ist aber zu bezweifeln, dass sie Liebhabern der „alten Schule“ wirklich gefallen könnten. Zuviel Pop, zu wenig Rock.

Saskia Annen


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