Obwohl die beiden Vorgänger HELL CHOSE ME und UNTIL I FEEL NOTHING die Band immer erfolgreicher machten, wurde sie zeitgleich auch des klassischen Album-Tour-Zyklus’ müde. Da im kalifornischen San Diego aber nicht nur mit fötalen Stammzellen in Nahrungsmitteln herumgepanscht werden soll, erholten sich die Scharfrichter recht schnell wieder, um mit ihrem neuen Gitarristen Jordan Lockrey nicht nur Emmure auf der letzten „Never Say Die!“-Tour an die Wand zu spielen, sondern auch am Nachfolger DIE WITHOUT HOPE arbeiten zu können. Und dieser hat es wie gewohnt in sich: Knüppelharte Blast-Passagen treffen ebenso auf melodische Gitarrenläufe wie auf brutales Stakkato-Riffing. Donnernde Drums verstehen sich von selbst, und so wirft sich auch Sänger Scott Lewis mehr als ins Zeug, um Perlen wie das Titelstück, ‘Hatred And Slaughter’ oder ‘Condemned To Decay’ mit doppelläufigen Growl-/Scream-Attacken zu veredeln.
Das Songwriting an sich verdeutlicht bereits, dass Carnifex viel mehr Death Metal denn Deathcore sind. Doch spätestens, wenn sie bereits beim zweiten Track ‘Dark Days’ einfach mal zu Pianoklängen knüppeln, weiß man, dass diese Band nicht gewillt ist, in irgendwelchen Szenestereotypen steckenzubleiben, sondern sich weiterzuentwickeln. Wenn irgendwann die Altvorderen des Brutal Death Metal das Zeitliche segnen, ist es an Bands wie Whitechapel und Carnifex, das Genre in die nächsten Jahrzehnte zu führen. Liest sich komisch, ist aber so.
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