Kritik zu Civil War GODS AND GENERALS

Civil War GODS AND GENERALS

Heavy Metal, Napalm/Universal 10 Songs / VÖ: 08.05.

5.0/ 7
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Nach ihrem Hammerdebüt THE KILLER ANGELS veröffentlicht die schwedische Gruppe Civil War nun ihr zweites Werk – nur kurz nach der Bekanntgabe eines überraschenden Personalwechsels: Oskar Montelius (Gitarre) und Stefan „Pizza“ Eriksson (Bass) sind auf GODS AND GENERALS zwar noch zu hören, werden künftig allerdings nicht mehr unter kriegerischer Flagge in Erscheinung treten.

Vergleiche mit dem großen Bruder Sabaton, aus deren Ex-Mitgliedern sich Civil War 2012 rekrutierten, muss das verbleibende Quintett natürlich nach wie vor über sich ergehen lassen – doch die Gruppe muss sich nicht verstecken, sondern kann zweifellos als eigenständiger Hit-Lieferant betrachtet werden. Die Schweden beweisen sich mit durchschlagend-feierbarem Metal (‘War Of The World’, ‘Bay Of Pigs’, ‘Admiral Over The Oceans’), Hochgeschwindigkeitsbrechern mit weise akzentuierten Synthie-Keyboards (‘USS Monitor’) und opulenten Balladen (‘Tears From The North’, ‘Schindler’s Ark’). Mit der speziell in letzterer Disziplin unter Beweis gestellten, kratzbürstig-hohen Stimme von Nils Patrik Johansson ­(Astral Doors) trumpfen Civil War dazu mit dem perfekten Gegensatz zum tiefen Gesang Brodéns auf.

GODS AND GENERALS fällt über weite Strecken poppig (im Sinne von: zum Schunkeln animierend) aus, spart dabei aber nicht an präzisen Riffs, einer ordentlichen Portion heroischem Pathos (‘Gods And Generals’), neuen Klangakzenten wie dem Dudelsack (‘The Mad Piper’) und interessanten Themen (‘Back To Iwo Jima’, ‘Schindler’s Ark’). So sehr der Grundton an das große S erinnert, so wenig scheuen Civil War selbst den Vergleich – wer beide Bands sehen möchte, findet auf dem „Noch ein Bier“-Fest in Gelsenkirchen sein Glück.


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