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Cliteater Cliteaten Back To Life

Death Metal, War Anthem/Soulfood 18 Songs / 41:00 Min.

4.0/ 7
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Foto: METAL HAMMER

Tja, der einigermaßen bewanderte Connaisseur erkennt schon am Titel, dass hier „irgendwas mit Cannibal Corpse“ am Start sein muss. Richtig, Pavel! Nach Metallica, S.O.D., Death und Pantera sind nun die Kannibalen dran, deren Debüttitel EATEN BACK TO LIFE in den holländischen Verhohnepiepel-Kontext gesetzt wird. Nach dem 41-minütigen Durchlauf – oder eben auch Einlauf, je nach dem – fällt auf, dass ein erhöhter Rock- beziehungsweise Groove-Faktor zum Tragen kommt.

Ein Beispiel wäre ‘Seth Putnam Paid Our Cab Fare’: Da wird locker-flockig aus dem Handgelenk gearbeitet und es ist genau dieses Mehr an Groove, das des Öfteren Reminiszenzen an die Frühphase der Florida-Sumpfmonster Six Feet Under aufkommen lässt. Stichwort ‘Feasting On The Blood Of The Insane’ von MAXIMUM VIOLENCE (1999), der vielleicht beste Six Feet Under-Song. Und genau diesen Ansatz verfolgen die Holländer Clit­eater ebenfalls. Weniger Geblaste, mehr Rock’n’Roll. Quasi. Und das ist gut, denn durch den eher schwachen Sound klingen die Drums doch sehr nach „Holper-Horst“. Da diese Malaise aber zum Glück nicht so oft auftritt, kann man mit einem Auge drüber hinwegsehen.

Das eigentliche Problem liegt woanders: Das doch sehr reduzierte, um nicht zu sagen einfache Songwriting wirkt auf Dauer ermüdend, weil der Ohr-Hirn-Phalanx wirklich wenig bis gar nichts abverlangt wird. Das kann natürlich auch mal sehr angenehm sein. Alles in allem bewegen sich Cliteater durchaus etwas voran, aber der Spielfreude kann kein vitales Songwriting an die Hand gegeben werden, sodass diese Death Grind-Rampe nicht für wirklich hohe Sprünge dient.


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