Zum 20-jährigen Jubiläum waren Dismember 2008 permanent auf Tour. Für diese DVD haben sie nicht nur den Gig beim Party.San Open Air aufgenommen, sondern auch Videomaterial der letzten fünf Jahre gesichtet, um eine umfassende Doppel-DVD veröffentlichen zu können. Die erste Scheibe beinhaltet den Gig vom Party.San, bei dem Dismember erstmals mit fetten Pyros aufrocken, allerdings nur ein recht kurzes gemischtes Programm spielen, bevor sie das Debüt LIKE AN EVER FLOWING STREAM durchzocken.
Dass hier während der kompletten Spielzeit von 70 Minuten weder vor noch auf der Bühne von Circle-Pits oder Wall Of Death die Rede ist, wirkt aus heutiger Sicht ungewöhnlich – es gibt einfach unverfälschten, gnadenlosen Stockholm-Death Metal mit hundertprozentigem Headbang-Faktor. Super.
Die zweite DVD bringt uns die knapp 48-minütige Dokumentation „Death Metal And More Mental Illness“, in der kurzweilig aus dem Leben der Band Dismember berichtet wird. Alle Band-Mitglieder werden zu verschiedenen Themen interviewt – äußern sich zu Technik, Studio, Fans und dem Tour-Alltag. Dismember wirken ebenso bescheiden wie ehrlich und fernab künstlicher Rockstar-Allüren. Im Bonusmaterial finden sich auch noch Herrlichkeiten wie chilenische Fans, die den Band-Namen zur Melodie von ‘Nie mehr zweite Liga’ skandieren. Eine tolle Veröffentlichung für alte und neue Fans von Dismember.
Thomas Strater
Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der Oktober-Ausgabe des METAL HAMMER.
ÄHNLICHE KRITIKEN
Watchmen
Rammstein :: PARIS
Nightwish :: VEHICLE OF SPIRIT
ÄHNLICHE ARTIKEL
‘Wacken — Hearts Full Of Metal’ feierte Premiere in München
Die Premiere des neuen Dokumentationsfilms ‘Wacken — Hearts Full Of Metal’ am Samstag in München war ein voller Erfolg.
Judas Priest: Epische Erzählung
Im Februar feierte ‘The Ballad Of Judas Priest’ Premiere. Rob Halford, Tom Morello und Sam Dunn empfingen METAL HAMMER zum gemeinsamen Interview.
Iron Maiden stellen klar: Ihre Geschichte, fremd erzählt
Obwohl die Doku ‘Iron Maiden: Burning Ambition’ von der Band handelt, war sie selbst nicht an der Produktion der Doku beteiligt.
