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Dogma SOUND THERAPY Review

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Die stilistischen Grenzen des Thrash Metal sind einigermaßen eng gesteckt: Große Innovationen und Ausreißer in musikalisch fremde Gefilde sind selten und auch nicht unbedingt gewünscht. Stattdessen lebt der Klassiker extremen Metals von altbekannten und liebgewonnenen Trademarks, zu denen brutales Riffing und massive Trommelattacken gehören.

Innerhalb des Genres mag man dann nach Belieben noch eine weitergehende Einteilung in „Alte Schule“ und „Neue Schule“ vornehmen, aber Bands, die beide Ansätze gekonnt und überzeugend verarbeiten, sind selten. Die US-Amerikaner Trivium gehören sicherlich dazu.

Dogma schließen sich dem Kreis jener, die Thrash Metal ins neue Jahrtausend transportieren, nun an: Moderner Sound und klassische Zitate verbinden sich auch in den Songs auf SOUND THERAPY zu einem bekömmlichen Cocktail. Die Italiener Dogma haben mit ihrem Debüt ein prall gefülltes Päckchen an überzeugenden Riffs, progressiven Ansätzen und jeder Menge Groove geschnürt.

Musikalische Verbeugungen vor Anthrax, Machine Head oder gar Rage Against The Machine (‘Revolt’ hat gegen Minute 4:00 ein echtes Tom Morello-Feeling) finden sich zuhauf. Aber auch den altgedienten Recken Exodus und Testament (‘Life For A Nation’) wird Tribut gezollt.

Kompositorisch überzeugen Dogma zwar mehr durch ihren Mörder-Groove denn durch ausgereifte Spannungsbögen, dennoch bieten die Songs durch eingestreute kleine Frickeleien und Sound-Spielereien genug Abwechslung für einige Durchläufe. Zwar setzen sich die Songs nicht auf Anhieb im Stammhirn fest, aber Thrash Metal ist ja auch kein Ponyhof.

Headbanger, die mal ordentlich ihr Hirn durchrütteln wollen und keine musikalische Erleuchtung erwarten, werden jedenfalls voll auf ihre Kosten kommen.

Jan Fleckhaus

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der September-Ausgabe des METAL HAMMER.


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