Toggle menu

Metal Hammer

Search

Dredg THE PARIAH, THE PARROT, THE DELUSION Review

teilen
mailen
teilen
von

Wem der Sinn nach etwas Besonderem steht, der greife im Falle eines alphabetisch sortierten CD-Regals zu „D“ wie Dredg. Auf den letzten beiden Alben EL CIELO (2002) und CATCH WITHOUT ARMS (2005) deutete das kalifornische Quartett an, wie man progressive Klangräume mit Weltmusik und Malerei verbindet.

Die Umsetzung derart visionärer Ansätze braucht Zeit, daher hat es auch vier Jahre gedauert, bis die Künstler – diesen Begriff gebrauche ich sonst nur sehr ungern – uns Normalsterblichen wieder Zugang zu ihren mal obskuren, mal exzentrischen, aber stets faszinierenden Gedanken gewähren.

Damit wir uns hier richtig verstehen: Dredg sind keine abgehobenen Fantasten, die am Song vorbei komponieren bzw. auf den Hörer scheißen – aber ihre Art und Weise wie sie Musik interpretieren, ist Lichtjahre von dem entfernt, was sich hier sonst so tummelt.

Klar ist aber auch: Um THE PARIAH, THE PARROTT, THE DELUSION wirklich genießen zu können, muss man auf subtile Töne stehen und auch mal poppige Arrangements vertragen: Vollblut-Metaller könnte diese CD zum Heulen bringen, Prog-Fans auch, allerdings aus anderen Gründen.

Die Leidenschaft und Sehnsucht, die Dredg mittels ihrer Melodiebögen wecken, ist schon Wahnsinn – auch wenn manches Zwischenspiel innerhalb der 18 Songs nicht immer höchste Weihen heraufbeschwört: Dredg spielen in einer eigenen, in einer anderen Liga.

Matthias Weckmann

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der Juni-Ausgabe des METAL HAMMER.


ÄHNLICHE KRITIKEN

Averse Sefira ADVENT PARALLAX Review

The Acacia Strain CONTINENT Review

Knut Avenstroup Haugen AGE OF CONAN :: HYBORIAN ADVENTURES Review


ÄHNLICHE ARTIKEL

Studie: Metaller sind eher schlechte Autofahrer

Wer metallische Klänge im Auto auflegt, neigt einer Studie zufolge eher zu Verhaltensmustern, die man allgemein schlechten Autofahrern zuschreibt.

Kiss: Geschichtslehren

Kiss-Bassist und Sänger Gene Simmons ist vielbeschäftigt mit Malerei, Kryptowährungen – und "ganz nebenbei" noch mit Kiss-Bootlegs.

2020: Diese Bands hatten die meisten Hörer auf Spotify

Welche Metal- oder Hard Rock-Band konnte in diesem Jahr die meisten Hörer auf Spotify verbuchen? Wir haben die Antwort für euch!

teilen
mailen
teilen
Spotify, Universal, Sony & Warner verklagen Anna’s Archive

Ende vergangenen Jahres hatte sich Anna’a Archive (eine kostenfrei nutzbare Metasuchmaschine für Schattenbibliotheken, die hierzulande unter anderem wegen verschiedener Urheberrechtsbeschwerden gesperrt ist) noch damit gerühmt, 442 Millionen Dateien bei Spotify entwendet zu haben. Musikdateien sind davon angeblich etwa 86 Millionen Tracks, was zwar nur einen Teil des Gesamtkatalogs des Streaming-Riesen darstellt, aber wohl 99,6 Prozent der tatsächlichen Hörvorgänge entspricht. "Dreister Diebstahl" Dagegen geht Spotify nun gerichtlich vor — und zwar nicht alleine, sondern zusammen mit den drei großen Plattenfirmen Universal Music, Sony Music Entertainment und Warner Music. Die vier Unternehmen verklagen Anna’s Archive und fordern von der Filesharing-Plattform satte 13…
Weiterlesen
Zur Startseite