Kritik zu Esoteric Paragon Of Dissonance

Esoteric Paragon Of Dissonance

Doom Metal, Season Of Mist/Soulfood 11.11.2011

6.0/ 7
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Foto: Season Of Mist/Soulfood

Eine Überraschung ist es nicht: Auch das sechste Album der Briten zeigt dem Mainstream einen fetten Stinkefinger und schert sich einen Dreck um alle Businesskonventionen wie Songlänge, Albumformat und Soundpolitur. PARAGON OF DISSONANCE ist ein Doppelalbum, das diesen Titel zu Recht trägt: Fast 100 Minuten purer Doom warten auf den Fan, in seiner zähen und pechschwarzen Form natürlich. So weit die oberflächliche Betrachtung.

Gräbt man jedoch etwas tiefer und betrachtet die Songstrukturen eingehender, so unterscheidet sich PARAGON OF DISSONANCE von den bisherigen Esoteric-Monumentalwerken. Die Stücke wirken dichter, so als hätten Greg Chandler & Co. versucht, noch mehr subtile Details in Form von Gitarrenmelodien, aber auch mit Piano- oder Streicher-Arrangements in ihre Oden einzuweben. Das wiederum führt dazu, dass die melancholische Note der Tracks stärker zum Tragen kommt, so zum Beispiel im Grande Finale ‘Torrent Of Ills’, das über weitere Strecken sogar eingängige Züge trägt, jedoch in einem flirrenden Experimentier-Wutanfall endet.

 Und genau in diesem Kontrast liegt die Stärke von PARAGON OF DISSONANCE. Die Songs sind in ihrer Freiheit nicht beschnitten, sondern wirken erfrischend zwang- und zügellos. Dabei bleiben sie aber dennoch stets nachvollziehbar, manchmal sogar geradezu hymnenhaft-markant (‘Cipher’). Der perfekte Soundtrack also, um sich auf die dunklen Tage einzustimmen.

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