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Progressive Metal, Indie/Soulfood 7 Songs / VÖ: 21.6.

6/ 7
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Manchmal ist das Leben ungerecht. Wer als Musiker seiner Zeit voraus ist, hat es oft schwer. Wir erinnern uns an At The Gates, die sich bereits aufgelöst hatten, als von der Masse die Genialität ihrer Songs erkannt wurde. Ein bisschen mehr Durchhaltevermögen, und alles wäre anders gekommen – diesen Gedanken hat man auch bei Extol. Als die Norweger 2007 eine Pause einlegten, hatte Progressive Metal mit extremen Elementen im Sog von Opeth gerade erst den reinen Underground-Rahmen verlassen beziehungsweise damit begonnen, neue Stilformen zu entwickeln. Daher sind Extol heute das, was man als klassische Liebhaber-Band bezeichnet.

Technisch brillant und überaus originell, aber eben nicht mit dem Bekanntheitsrang gesegnet, der ihnen eigentlich zustehen müsste. Umso schöner, dass sich drei der Musiker, namentlich Peter Espevoll (Gesang), Ole Børud (Gitarre) und David Husvik (Drums), dennoch wieder zusammengetan haben, um neben einer Band-Dokumentation auch ein neues Album zusammenzustellen. Und ihre Mühe hat sich gelohnt: Das simpel EXTOL betitelte Werk bringt auf den Punkt, was die Band seit jeher auszeichnete. Brillante Soli, die eindringlicher wirken als so manche Gesangs-Passage (‘Faltering Moves’) paaren sich mit einem Gespür für Groove (nachzuhören in ‘Wastelands’), über das in dieser Form nur wenige Acts verfügen.

Was beispielsweise Meshuggah zu ihrer Kraft verhilft, kommt auch bei Extol zum Tragen: Die Songs bauen sich langsam auf, saugen einen förmlich an, bis am Ende automatisch der gesamte Körper in Bewegung gerät. Während Meshuggah dem brachiale Vocals entgegensetzen, bauen Extol nicht nur im instrumentalen Bereich auf Variantenreichtum, sondern auch in puncto Vocals. Von Pop bis Death reicht das Spektrum – und was sich auf dem Papier wie ein ungelenker Versuch liest, Spannung durch eine wilde Kombination von Gegensätzen zu erzeugen, klingt in natura schlicht, ähem, natürlich. Und selbst wenn EXTOL nicht mehr so überraschend anders ist, eben weil in den vergangenen Jahren dieses Segment viel Spannendes präsentiert hat, so bleibt dennoch die Erkenntnis: Sie können es einfach. Und: Gut, dass sie jetzt auch wieder wollen.

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Iron Maidens 'The Trooper' mit russischem Akkordeon

Die russische YouTuberin Lady Chugun ist ohne Zweifel ein  musikalisches Multitalent (siehe ihren Kanal) und schon seit einigen Jahren aktiv. Die junge Dame ist nicht nur eine äußerst fähige Gitarristen, sondern auch mit dem Bayan (einer russischen Akkordeon-Variante) überaus fingerfertig - beachtet man unter anderem, wie sie Lead- und Rhythmusgitarre gleichzeitig auf ihrem Instrument umsetzt. Seht hier die faszinierende Version von 'The Trooper': https://www.youtube.com/watch?v=bHC8NZ8TLC0 https://www.metal-hammer.de/die-metal-hammer-september-ausgabe-2017-arch-enemy-slipknot-wacken-open-air-paradise-lost-chester-bennington-u-v-a-895385/
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