Wer Forbidden in den letzten zwei Jahren live erlebt hat, wird zustimmen, dass die alten Herren aus der Bay Area trotz der Pause von mehr als einem Jahrzehnt immer noch eine Menge Pulver zum Verschießen haben. Glücklicherweise konnten sie diese Energie ins Studio retten und legen mit OMEGA WAVE einen echten Hammer vor. Das brutale ‘Forsaken At The Gates’ eröffnet den Reigen, führt aber nur zum Teil auf die richtige Spur.
Denn Russ Anderson und Co. haben mitnichten einen reinen Retro-Trip gestartet, sondern bauen in Songs wie ‘Overthrow’ oder ‘Swine’ auch „modernere“ Elemente ein. Der Clou an der Sache: Die Songs klingen harmonisch, sehr aggressiv und gleichzeitig verdammt eingängig. Ein Verdienst von Band-Chef Craig Locicero.
Der Flitzefinger hat sich zudem mit Steve Smyth (unter anderem ehemals Nevermore, Testament und Vicious Rumors) einen echten Hexer an die Seite gestellt. Was die beiden hier abfeuern, ist nicht von dieser Welt! Checkt neben den erwähnten Songs einfach mal ‘Dragging My Casket’ oder ‘Hopenosis’. Und auch wenn die Scheibe im zweiten Teil ein wenig abfällt, stellt das hier immer noch ganz großes Kino dar.
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