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Keep Of Kalessin KOLOSSUS Review

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Ich weigere mich einfach, dem Hype zu glauben: Seit ihrem letzten Album ARMADA gelten Keep Of Kalessin als die nächsten Dimmu Borgir, das nächste große Ding, auf das die Black Metal-Szene wartet. Und wenn sie ARMADA, sagen wir mal: 1997, veröffentlicht hätten, wäre ich auch voll dabei.

Aber zehn Jahre, in denen sich diese Szene ausgeweitet und ausdifferenziert hat, kann man nicht einfach vom Tisch fegen und eine Band auf den Thron heben, die mit einem vergleichsweise diffusen Image und musikalisch dem gleichen „Bombast meets Kreisch-Riffs“-Ansatz wie ENTHRONE DARKNESS TRIUMPHANT daherkommt. Davon abgesehen, ist das unbescheiden KOLOSSUS betitelte neue Werk der Norweger eine feine Angelegenheit: Technisch brillant, meist rasant im Tempo und von mannigfaltigen Breaks zerfurcht, bieten sich die gerne mal jenseits der sieben Minuten angesiedelten Songs dem Ohr dar. ‘Against The Gods’ hat mit seinen 8:46 Minuten sogar etwas im besten Sinne Theatralisches, wenn Sänger Thebon seine Lyrik vielstimmig in einem musikalisch toll untermalten Monolog ausbreitet.

Parforce-Ritte wie dieser oder der irrwitzig strukturierte Titel-Song machen den Reiz von KOLOSSUS aus, am Hymnenschreiben müssen die Jungs hingegen noch ein wenig feilen.

Robert Müller

(Diese und viele weitere Rezensionen findet ihr in der METAL HAMMER Juni-Ausgabe!)


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