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God Forbid Equilibrium

NWOAHM, Victory/Soulfood 13 Songs / 53:50 Min. / 30.03.2012

4.0/ 7
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Foto: Victory/Soulfood

Kennt noch jemand God Forbid? Die Band, die bereits seit 1996 lärmt, Anfang der Jahrtausendwende zu den Vorreitern der sogenannten „New Wave Of American Heavy Metal“ gehörte und mit GONE FOREVER (2004) eines der Alben der Dekade ablieferte? Nun, der- oder diejenige muss definitiv schon etwas älter sein, denn in den letzten Jahren haben sich die Herren in Deutschland und Europa zu rar gemacht, als dass groß neue Fans hätten gewonnen werden können.

Ein ähnliches Schicksal erlitten die ebenfalls verschollenen und einst sehr erfolgreichen Shadows Fall, die vom Status „Trendsetter“ zur bemitleidenswerten Randnotiz wurden. Während Shadows Fall mit RETRIBUTION (2009) ein starkes, wenngleich mehr oder weniger unbeachtetes „Comeback-Album“ ablieferten, kommen God Forbid mit einer Scheibe daher, die zwar neue Gebiete für die Band erschließt und frische Facetten aufzeigt, aber eben auch zu melodisch und weichgespült ist. Zum Teil versuchen sie sich an sanften Machine Head-Passagen mit zerbrechlichem Klargesang (vergleiche ‘Halo’), während sie anderen Orts Blast-Passagen mit Klargesang und sehr melodischen Parts mischen (‘Scraping The Walls’, das beste Stück auf dem Album). Abwechslung ist löblich, wirkt aber auf EQUILIBRIUM nicht immer homogen. Schwang man zu den bereits erwähnten Glanzzeiten noch dann und wann die europäische Metal-Keule, so präsentieren sich God Forbid nun mit einem weitaus progressiveren Ansatz. Die Konsumparameter für dieses Album schwanken zwischen klebrig-süß, supergeil, höchst interessant, schlimm weichgespült, vertrackt-verquer austauschbar, innovativ und mutig.

EQUILIBRIUM hat das Zeug, neue Fans dazu zu gewinnen, die alte Garde, die auf ein zweites GONE FOREVER wartet, wird enttäuscht sein.

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