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Gorgoroth QUANTOS POSSUNT AD SATANITATEM TRAHUNT Review

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Nach dem ganzen „Entertainment“ um Gorgoroth und God Seed, dem Prozess, den harten Worten und angeblichen Versöhnungen sowie der fast schon kafkaesken Situation, zwei Bands mit den gleichen Songs touren zu sehen, geht’s jetzt also endlich mal wieder um das, was ja eigentlich zählen sollte: Musik, und zwar neue.

Infernus hat sich für seine Reinkarnation der Black Metal-Legende einen ganz illustren Haufen zusammengestellt, mit dem von mir sehr geschätzten Pest als Sänger, Obituarys Frank Watkins am Bass und hinter den Trommeln Tomas Asklund, einst bei Dissection. Womit wir beim Stichwort wären: Was hat früher die norwegische von der schwedischen Szene unterschieden? Die Schweden, maßgeblich inspiriert von eben jenen Dissection, gaben dem satanischen Sound verführerisch flirrende Melodielinien mit auf den Weg, während die Norweger, durchaus auch maßgeblich von Gorgoroth angeleitet, eher schroff klirrend auf den Kriegspfad einschwenkten.

Warum also zum Teufel klingen Gorgoroth jetzt (etwa auf ‘Aneuthanasia’) fast wie eine Kopie von Dissection? Ich bin ehrlich gesagt etwas ratlos. QUANTOS POSSUNT AD SATANITATEM TRAHUNT ist keinesfalls ein schlechtes Album, und wäre das Songwriting etwas mitreißender, ich würde sie feiern, aber so bleibt ein mittelmäßiges und – viel schlimmer – erschreckend identitätsloses Teil zurück, das vor allem mit all dem, was den ganzen Gorgoroth-Hype mal befeuert hat, eigentlich nichts zu tun hat.

Robert Müller

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der November-Ausgabe des METAL HAMMER.


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