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Hail Of Bullets ON DIVINE WINDS Review

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Bei Hail Of Bullets die Texte zu ignorieren, bedeutet, die Hälfte des Höreindrucks zu verschenken. Wie schon beim Debüt …OF FROST AND WAR beschäftigt sich das holländische All-Star-Projekt aus Asphyx, Gorefest und Thanatos mit einem Detail des Zweiten Weltkriegs, dieses Mal sind die Schlachten im Pazifik dran. Dabei funktionieren die Songs wie Filme ohne Bilder, denn die geschilderten Begebenheiten sind historisch belegt und erschreckend realistisch dargestellt.

Besonderen Wert legen Hail Of Bullets auf das Zusammenspiel von Wort und Musik: Ändert sich die Entwicklung in der Geschichte, ändern sich auch Dynamik und Tempo. Hier ist jedes Detail durchdacht, jedes Break hat einen inhaltlichen Sinn. Das Riff von ‘Operation Z’ (es geht um den Angriff auf Pearl Harbour) klingt wie rotierende Flugzeugpropeller, das Heulen der Motoren im Sturzflug setzt sich im Solo fort. ‘Unsung Heroes’ behandelt den Todesmarsch von Bataan, und alleine, wie Martin van Drunen hier seine Worte artikuliert, verursacht eine Gänsehaut.

Mit der Doom-Walze ‘To Bear The Unbearable’, die die originale Kapitulationsrede des japanischen Kaisers Hirohito aus dem August 1945 beinhaltet, schließt sich der historische Kreis. Die saftige Dan Swanö-Produktion mit ihrer Tiefenschärfe und der mächtigen Sound-Wand rundet das Gesamtpaket ab. ON DIVINE WINDS ist die logische und in allen Details verbesserte Fortsetzung von …OF FROST AND WAR, und damit nichts weniger als das Death Metal-Album des Jahres.

Jakob Kranz

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der Oktober-Ausgabe des METAL HAMMER.


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