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Hysterica METALWAR Review

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Es gibt Momente im Leben, die sind so furchtbar, dass man sie zunächst gar nicht verarbeiten kann. Etwa, wenn ein Tsunami heranrollt, der Song Contest stattfindet – oder eine Platte wie METALWAR im Postkasten liegt. Die Urheber dieser Katastrophe nennen sich Hysterica (zumindest der Band-Name passt), und sie sind so etwas wie der Größte Anzunehmende Unfall der jüngeren Musikgeschichte. Die fünf Walküren aus Schweden reiten mit ihrem Debüt eine monströse Attacke auf den guten Geschmack, die Anlass genug sein sollte, die Genfer Konvention neu zu überdenken.

Schon das Booklet – eine Mischung aus „Conan der Barbar“ und „Zärtliche Cousinen“ – verursacht Augenkrebs, doch damit nicht genug: Anni DeVil (Gesang), Bitchie (Gitarre), SatAnica (Bass), Hell’n (Drums) und RockZilla (Gitarre; sie sieht übrigens so aus, wie sie heißt) kennen weder musikalisch, noch textlich Gnade. Song-Titel wie „Girls Made Of Heavy Metal“ oder „Halloween“ sind unheilvolle Prophezeiung und Erfüllung zugleich. Passend zur allgemeinen Hysterie klingt die Sängerin wie eine grantige Schulgöre, der man gerade die Hannah-Montana-Haarbürste weggenommen hat.

Für Produktion und Mix haben sich übrigens Tommy und Peter Tägtgren hergegeben, deren gewohnt gutes Klangbild eigentlich 2 Punkte rechtfertigen würde. Allerdings liegt bei dieser Band der Verdacht nahe, dass sie extreme Reaktionen geradezu erzwingen möchte. Da wollen wir mal nicht so sein.

Wolfgang Kuhn


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