Toggle menu

Metal Hammer

Search

Hysterica METALWAR Review

teilen
mailen
teilen
von

Es gibt Momente im Leben, die sind so furchtbar, dass man sie zunächst gar nicht verarbeiten kann. Etwa, wenn ein Tsunami heranrollt, der Song Contest stattfindet – oder eine Platte wie METALWAR im Postkasten liegt. Die Urheber dieser Katastrophe nennen sich Hysterica (zumindest der Band-Name passt), und sie sind so etwas wie der Größte Anzunehmende Unfall der jüngeren Musikgeschichte. Die fünf Walküren aus Schweden reiten mit ihrem Debüt eine monströse Attacke auf den guten Geschmack, die Anlass genug sein sollte, die Genfer Konvention neu zu überdenken.

Schon das Booklet – eine Mischung aus „Conan der Barbar“ und „Zärtliche Cousinen“ – verursacht Augenkrebs, doch damit nicht genug: Anni DeVil (Gesang), Bitchie (Gitarre), SatAnica (Bass), Hell’n (Drums) und RockZilla (Gitarre; sie sieht übrigens so aus, wie sie heißt) kennen weder musikalisch, noch textlich Gnade. Song-Titel wie „Girls Made Of Heavy Metal“ oder „Halloween“ sind unheilvolle Prophezeiung und Erfüllung zugleich. Passend zur allgemeinen Hysterie klingt die Sängerin wie eine grantige Schulgöre, der man gerade die Hannah-Montana-Haarbürste weggenommen hat.

Für Produktion und Mix haben sich übrigens Tommy und Peter Tägtgren hergegeben, deren gewohnt gutes Klangbild eigentlich 2 Punkte rechtfertigen würde. Allerdings liegt bei dieser Band der Verdacht nahe, dass sie extreme Reaktionen geradezu erzwingen möchte. Da wollen wir mal nicht so sein.

Wolfgang Kuhn


ÄHNLICHE KRITIKEN

Wino PUNCTUATED EQUILIBRIUM Review

Caspian TERTIA Review

Joe Bonamassa BLACK ROCK Review


ÄHNLICHE ARTIKEL

Dieser Song inspirierte Zakk Wylde, Gitarre zu spielen

Zakk Wylde hat ausgepackt, welches ikonische Lied ihn dazu ermutigt hat, es selbst einmal auf den sechs Saiten zu versuchen.

Zakk Wylde: Dimes Gitarrenspiel war das „Sahnehäubchen“

Zakk Wylde bewunderte die virtuosen Fähigkeiten seines Freunds Dimebag Darrell. Für dessen Genialität gibt es mehrere Gründe.

Metallica: Basssolo in ‘Orion’ sollte Hammett spielen

Robert Trujillo gibt in der neuesten Episode von "The Metallica Report" eine aufschlussreiche Story über den Klassiker ‘Orion’ zum Besten.

teilen
mailen
teilen
Metallica: Basssolo in ‘Orion’ sollte Hammett spielen

Der Band-eigene Podcast von Metallica entpuppt sich regelmäßig als Goldgrube für Anekdoten, historische Details und spannende Blickwinkel. Als jüngster Beweis dafür kann der Besuch von Bassist Robert Trujillo im The Metallica Report herhalten. In der neuesten Folge der Gesprächsrunde plaudert der 61-Jährige unter anderem über den Geist von Cliff Burton sowie die Klassiker-Tracks ‘The Call Of Ktulu’ sowie ‘Orion’. Eleganter Diebstahl Zu letzterem Instrumental hatte Trujillo in der Tat eine interessante Geschichte zu erzählen. Denn das Basssolo in der Komposition für MASTER OF PUPPETS, das dritte Studiowerk von Metallica, war eigentlich für Kirk Hammett vorgesehen. Stattdessen hat es sich Bassist…
Weiterlesen
Zur Startseite