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Judas Priest Epitaph

Heavy Metal, Sony DVD / VÖ: erschienen

5.0/ 7
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Es ist schon erstaunlich, welche Veränderung die Neubesetzung einer Position bewirken kann. Fußballtrainer wissen das längst, und seit 2011 auch die Fans von Judas Priest. Mit der Rekrutierung von Gitarrist Richie Faulkner haben die Urgesteine des Heavy Metal noch mal eine Extradosis Adrenalin verpasst bekommen (was sich letztlich auch daraufhin auswirkt, dass weitere Studioalben veröffentlicht werden sollen).

Nun ist es nicht so, dass die alten Herren bei diesem Auftritt am 25. Mai 2012 im Hammersmith Apollo zu London herumhüpfen wie Flummis, aber im Vergleich zu den letzten Auftritten mit K.K. Downing wirkt das Ganze doch um Welten agiler und mit mehr Spielfreude ausgestattet. Klar ist: Wenn Judas Priest etwas herausbringen, dann genügt das stets hochprofessionellen Ansprüchen. Der Sound ist megasatt, die Kameraperspektiven sind vielfältig, und die Band ist technisch ohnehin über alle Zweifel erhaben (auch wenn Halford im Vergleich zu den Anfangstagen einiges „tiefer legen“ musste).

Bezüglich der Songlist (die locker 40 Jahre Metal-Geschichte umfasst) bleiben ebenso keine Wünsche offen. Aber: Im Jahr 2013 erwarte ich von einer DVD (speziell, wenn es im Vorfeld eine derart bedeutungsschwangere Umbesetzung gegeben hat) so etwas wie Interviews oder Hintergrundinformationen. In dieser Richtung bietet EPITAPH leider null Sekunden Filmmaterial. Und das schmälert den Gesamteindruck dann doch ein ganz klein wenig.


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