King Apathy WOUNDS

Post Metal, Lifeforce/Soulfood (9 Songs / VÖ: 22.2.)

4.5/ 7
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Kurz nach der Veröffent­lichung ihres Zweitwerks änderten die süddeutschen Anarchisten ihren Band-Namen: Aus Thränenkind wurde King Apathy. WOUNDS ist das erste Album der neuen Ära, schließt sich jedoch an die Vorgängerwerke an: Mit der schnörkellosen, effektiv ­dargebotenen Kombination aus Black Metal, Doom und crustigem Hardcore Punk prangert das Quartett weiterhin verzweifelt das menschlich verschuldete Zugrundegehen der Erde sowie das Wegschauen der Verursacher an (‘Civilization Kills’ leitet definierend ein) und gießt dies in durchweg pessimistische, melodisch ineinanderfließende Töne:

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Die königliche Entrüstung umfasst wütendes Aufbegehren und melancholische Klangteppiche (‘The Scars Of The Land’), driftet von nieder­geschlagenen Instrumental-Passagen in aufwühlende Raserei (‘He Missed The Stars’) und tastet sich oft langsam, aber mit Nachdruck (‘Wounds’) ins Gewissen vor, um bittersüß nachzuhallen. All das hinterlässt den gewünscht intensiven Eindruck, der Hörern der ersten zwei Scheiben bekannt vorkommen dürfte, wirkt klanglich aber noch eine Spur hoffnungsloser und introvertierter. Ihre Botschaft haben King Apathy klar­gemacht – nun dürfen sie einen Schritt weiter- und aus sich herausgehen, um noch mehr Gehör zu finden.

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Mark Morton: „Slash war sehr hilfreich“ beim Entzug

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