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Martin Orford THE OLD ROAD Review

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Sicher: Man soll immer erst aufhören, wenn es am schönsten ist. Falls einem jedoch schon vorher das Wasser bis zum Hals steht, gerät meist selbst die beste Zitatensammlung relativ schnell in Vergessenheit.

Besonders Martin Orford kann mehr als nur ein Lied davon singen – besser gesagt: genau neun melancholische Prog Rock-Delikatessen, die sich zum musikalischen Leichenschmaus des IQ-Gründungsmitglieds formieren.

Mit dem zweiten Soloalbum tritt der Szene-Veteran nämlich nicht nur aus dem Rampenlicht, sondern auch seine Tätigkeiten als Produzent und Label-Chef werden zukünftig Opfer der zunehmenden Desillusionierung hinsichtlich des digitalen Freibeutertums.

Trotz dieses ideologischen Suizidversuchs muss Orford den finalen Gang glücklicherweise nicht alleine bestreiten: So tragen sich prominente Wegbegleiter wie John Mitchell (Arena), Nick D’Virgilio (Spock’s Beard) oder John Wetton (Asia) auf ihre ganz persönliche Weise ins Kondolenzbuch ein, was THE OLD ROAD endgültig zur einer der besten Veröffentlichungen des britischen Freigeists befördert.

Dessen letzter Ansturm bringt den Thron von offensichtlichen Referenzen wie Genesis, Yes und Marillion zwar auch diesmal nicht zum Schwanken, für ein kleines Ausrufezeichen ist das zeitlose Werk allerdings gut genug.

Manuel Liebler

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der Januar-Ausgabe des METAL HAMMER.


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