Martin Orford THE OLD ROAD Review

teilen
twittern
mailen
teilen
von

Sicher: Man soll immer erst aufhören, wenn es am schönsten ist. Falls einem jedoch schon vorher das Wasser bis zum Hals steht, gerät meist selbst die beste Zitatensammlung relativ schnell in Vergessenheit.

Besonders Martin Orford kann mehr als nur ein Lied davon singen – besser gesagt: genau neun melancholische Prog Rock-Delikatessen, die sich zum musikalischen Leichenschmaus des IQ-Gründungsmitglieds formieren.

Mit dem zweiten Soloalbum tritt der Szene-Veteran nämlich nicht nur aus dem Rampenlicht, sondern auch seine Tätigkeiten als Produzent und Label-Chef werden zukünftig Opfer der zunehmenden Desillusionierung hinsichtlich des digitalen Freibeutertums.

Trotz dieses ideologischen Suizidversuchs muss Orford den finalen Gang glücklicherweise nicht alleine bestreiten: So tragen sich prominente Wegbegleiter wie John Mitchell (Arena), Nick D’Virgilio (Spock’s Beard) oder John Wetton (Asia) auf ihre ganz persönliche Weise ins Kondolenzbuch ein, was THE OLD ROAD endgültig zur einer der besten Veröffentlichungen des britischen Freigeists befördert.

Dessen letzter Ansturm bringt den Thron von offensichtlichen Referenzen wie Genesis, Yes und Marillion zwar auch diesmal nicht zum Schwanken, für ein kleines Ausrufezeichen ist das zeitlose Werk allerdings gut genug.

Manuel Liebler

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der Januar-Ausgabe des METAL HAMMER.


ÄHNLICHE KRITIKEN

Pendragon PURE Review

Ayreon Vs. Avantasia ELECTED EP Review

Transatlantic THE WHIRLWIND Review


ÄHNLICHE ARTIKEL

Special: Prog Rock und Metal

Progressive Rock und Metal ist eine Szene zwischen den Szenen. Die große Zeit waren eigentlich die 70er, doch klammheimlich hat sich die Gemeinschaft neu formiert und ist wieder extrem erfolgreich.

Rammstein: erster und einziger US-Auftritt nach zehn Jahren

Da haben es deutsche Metal-Fans mal besser, als Metaller in den USA: sie sehen Rammstein deutlich öfter live. Jetzt spielen Rammstein ihren ersten US-Auftritt der letzten zehn Jahre – und belassen es auch beim Einzel-Gig.

Pearl Jam + Ben Harper live

30.06.2010 Berlin, Kindl-Bühne Wuhlheide

teilen
twittern
mailen
teilen
Die Elf schlimmschönsten Metal-Bandnamen

Auf der Reise durch das Internet stolpern wir regelmäßig über Bandnamen, bei denen man sich nur fragen kann, wie man auf solche Ideen gekommen kann! Drogen? Alkohol? Bei vollen Verstand können die Mitglieder dieser Bands definitiv nicht (immer) sein. METAL HAMMER stellt euch die zehn schlimmsten und gleichzeitig schönsten Abnormitäten der Musikwelt vor. Eins vorweg: Es gibt eine gigantische Zahl an Bands (vor allem im Death-, Gore- und Porngrind-Bereich), die es nicht in die Top 10 geschafft haben – aber mit ihrem Namen ebenso zu fragwürdigem Ruhm gekommen sind. Wenn ihr noch weitere Ideen und Vorschläge habt, schreibt es uns in…
Weiterlesen
Zur Startseite