Kritik zu Mötley Crüe Saints Of Los Angeles

Mötley Crüe Saints Of Los Angeles

Hard Rock, Eleven Seven 13 Songs / 44:03 Min. / 25.05.2009

7.0/ 7
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Foto: Eleven Seven

Der erste Eindruck – das Marilyn Manson-mäßige Instrumental ‘L.A.M.F.’ (ausgeschrieben: „Los Angeles Mother Fucker“) – täuscht: Die Crüe begibt sich nicht auf den Nine Inch Nails-Trip. Sondern – im Gegenteil – meldet sich in alter Stärke und frischer denn je zurück.

Bereits der folgende vitale, schwer MC5- und The Stooges-mäßig angepunkte Rocker ‘Face Down In The Dirt’ hätte selbst das eh schon geniale Album DR. FEELGOOD noch aufgewertet. Auch sonst regiert eine ausgewogene Mischung aus L.A.-typischem EZ-Come-EZ-Go-Sleaze (‘What’s It Gonna Take’, ‘Saints Of L.A.’, ‘Just Another Psycho’), den Punk’n’Roll-Wurzeln der Crüe (‘Welcome To The Machine’), ‘Shout At The Devil’-Grooves (‘Chicks=Trouble’) und dezenten modernen Einflüssen, wie sie nun mal im neuen Jahrtausend dazugehören.

Zu guter Letzt indiziert ‘White Trash Circus’ mit seinem traditionellen GIRL GIRLS GIRLS-Swing sowie kaum merklichen, dem traditionellen Hard-Rocker nicht im Geringsten sauer aufstoßenden Marilyn Manson-Anleihen und der flotte Rock’n’Roller ‘Goin’ Out Swingin’’: Der Crüe ist das Kunststück gelungen, ein durch und durch puristisches Achtziger-Hard-Rock-Album abzuliefern, das dennoch selbst die modernsten Hörgewohnheiten des 21. Jahrhunderts perfekt bedient – und sich so selbst neu zu definieren. So muss Rock’n’Roll heutzutage klingen.

 


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