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Million Dollar Reload ANTHEMS OF A DEGENERATION Review

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Für pure Hard Rock Liebhaber muss dieses Jahr der reine Wahnsinn sein. Outputs jeder Couleur dieses Genres – von klassisch bis rotzig – geben sich die Klinke in die Hand, ohne dem Hörer auch nur zwei Wochen Pause zu lassen, um sich an die neuen Errungenschaften zu gewöhnen. Die Welle rund um die AC/DC Welt-Tournee und den damit verbundenen kommerziellen Schub will Niemand verpassen. Leider gehen dabei potentiell großartige Alben in der Masse unter.

ANTHEMS OF A DEGENERATION wurde schlicht zum falschen Zeitpunkt veröffentlicht. Die Lieder sind US-angehauchte, relativ massenkompatible Rock-Songs mit viel Klasse und Ohrwurm-Potential. Songtitel a la ‘Tattoos And Dirty Girls’ zeigen die Marschrichtung – und tatsächlich fühlt man sich mehr als einmal (ein wenig zu sehr) an Mötley Crüe und ähnliche Größen erinnert. Das könnte aber auch durchaus erwünscht gewesen sein, zumal das geniale ‘The Last Icon’ genügend über diesen Makel hinweg tröstet.

Alles in allem also eine großartige Platte, eine Band die ihren Plattenvertrag verdient hat und wunderbare Arbeit leistet. Warum also der falsche Zeitpunkt? Million Dollar Reload stechen einfach nicht ausreichend aus der Menge der Veröffentlichungen dieses Jahr heraus, um wirklich zu begeistern. Ein anderes Jahr und die Jungs wären deutlich mehr eingeschlagen.

Saskia Annen


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