Während viele ehemalige Vorreiter des Old School langsam aber sicher ihre Zähne verlieren – man höre sich beispielsweise die letzten Veröffentlichungen der Szene-Veteranen Pro-Pain an – und den Alters-Blues fahren, gibt es anscheinend noch genügend neue Bands mit jeder Menge Biss und Wut im Bauch.
Jüngstes Beispiel hierfür sind S-Core, die ihr Debüt GUST OF RAGE bereits im letzten Jahr in ihrer Heimat Frankreich mit großer Anerkennung veröffentlicht haben und nun auch dem Rest Europas ihre Musik um die Ohren knallen. Als Vertreter der New School bedienen sich S-Core in vielen Genres, sei es nun Thrash, Death oder eben Hardcore.
Angereichert mit zahlreichen Breaks und Moshern der Marke „Schwerlasttransporter“ (‘Rising Terror’), bieten S-Core zudem auch noch ein gutes Songwriting, was den Anreiz zu erneuten Hördurchläufen lange anhalten lässt. Auch vor gelegentlichen melodischen Exkursionen schrecken die Musiker nicht zurück (‘Buried‘).
Angenehmes Gimmick am Rande: Die Bolzgranaten von Songs werden durch drei instrumentale Zwischenspiele unterbrochen: Zeit zum Luftholen, die man angesichts der vollen Breitseite an harten Klängen durchaus benötigt. Dass die Titel der Interludien einen thematischen Hinweis auf das Albumkonzept geben, ist bezeichnend für eine Band, die in den eng abgesteckten Grenzen des Hardcore-Genres mit Kreativität und Spielwitz überzeugen kann.
Unterm Strich also bestes Mosh-Futter – Hardcore-Fans der neuen Schule können bedenkenlos zugreifen.
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