Toggle menu

Metal Hammer

Search

Terror The 25th Hour

Hardcore, Century Media/Universal (14 Songs / VÖ: 7.8.)

3/ 7
teilen
mailen
teilen
von

Auch auf ihrem sechsten Album machen Terror genau das, was sie am besten können. In 14 Songs, kaum einer länger als 1:30 Minuten, knallen einem die Kalifornier ihre aggressive Mischung aus Old School-Hardcore und Thrash Metal um die Ohren, ohne dabei auf irgend­etwas Rücksicht zu nehmen.

Alles auf THE 25TH HOUR atmet dabei den Geist der Vergangenheit – seien es die von Machismo getränkten Texte von Scott Vogel, die meist recht einfach gehaltenen Riffs oder der raue Gesamtklang, der stellenweise an Thrash Metal-Produktionen der Achtziger erinnert. Hier zeigt eine Band jedem modernen Melodie-Trend der Szene den Stinkefinger – und kommt damit sogar ganz ordentlich davon. Allerdings treten innerhalb der knapp 23 Minuten trotz amtlicher Moshpit-Banger (‘Blinded By The Lights’, ‘Feed The Rats’) schnell Ermüdungserscheinungen auf.

Insgesamt bietet THE 25TH HOUR nämlich zu wenig Abwechslung und zu viele „I’m stronger than you“-Text-Passagen, die schon vor einigen Jahren abgegriffen wirkten. Und wo die Kollegen von Agnostic Front oder H2O auch immer ein paar echte Hits auf ihren Alben verstecken, gibt es hier einfach nur gnadenlos ins Gesicht – egal, ob im Mid- oder Uptempo. Das mag live sehr gut funktionieren, doch auf einem Album wünscht man sich trotz netter Metal-Riffs (‘Deep Rooted’) oder schnellem Hardcore-Punk (‘Set The Trap’) mitunter etwas mehr Anspruch.

Dennoch: Terror werden mit THE 25TH HOUR die Moshpits wieder zum Kochen bringen. Vielleicht (oder gerade weil) sie sich eben selbst über alle Maßen treu bleiben.


ÄHNLICHE KRITIKEN

‘The Outpost – Überleben ist alles’

‘The Outpost – Überleben ist alles’ mit Orlando Bloom und Scott Eastwood zeigt die bedrohliche Lage eines US-Außenpostens am afghanischen...

Code Orange :: FOREVER

Code Orange :: FOREVER


ÄHNLICHE ARTIKEL

Hatebreed: Jamey Jasta verspricht neue Musik

Vor fünf Jahren veröffentlichten Hatebreed ihr Album WEIGHT OF THE FALSE SELF. Jetzt verspricht Sänger Jamey Jasta schon bald neue Musik.

"Rebellion Tour XI" 2025: Live in Berlin, 27.2.2025, Astra Kulturhaus

Auch 2025 bringen Madball die Rebellion Tour wieder nach Berlin. Dieses Jahr holen sie sich Hilfe von Speed, Guilt Trip, Death Before Dishonor und Lies!.

Biohazard-Album ist fast fertig

Vor drei Jahren fand die (quasi) ursprüngliche Biohazard-Besetzung wieder zusammen. Nun ist ihr erstes Album seit 2012 in den letzten Zügen.

teilen
mailen
teilen
Das Ende des Crossover-Booms: Diese Nu-Metal-Bands müsst ihr kennen

Bereits in den 80er-Jahren kreuzten dreckige Punks fröhlich Schrammel-Gitarren mit Jazz- und Country-Elementen. Kurz blicken wir auf die Geburtsstunde des Crossover. Das Genre, das Rage Against The Machine und Body Count gebären soll, entwickelte sich schnell weiter. Fast ein komplettes Jahrzehnt später bewegte sich die junge Szene rasant auf einen regelrechten Boom zu – eine Flut an Crossover-Formationen schoss aus den Proberäumen. Bands wie die Red Hot Chili Peppers und Faith No More experimentierten schon seit ihrer Gründung mit stark unterschiedlichen Genres und verschmolzen Hardcore mit Artrock und Funk. Nach jahrelangen Proberaum-Sessions, Demo-Aufnahmen und Gigs in versifften besetzten Häusern feierten viele Crossover-Bands…
Weiterlesen
Zur Startseite