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Morbid Angel Illud Divinum Insanus – The Remixes

Death Metal, Season Of Mist/Soulfood 31 Songs / 103:26 Min. / 24.02.2012

2.0/ 7
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Foto: Season Of Mist/Soulfood

Wie schön wäre es, wenn aller Hass und alle Verachtung gegenüber falschen Götterideen in dieses Review einfließen könnte – natürlich mit Worten, die schwer vor Theatralik die ganze Macht der Antipathie in sich tragen. Machte ja David Vincent von Morbid Angel auch immer so schön: „Waste, begone from my earth… cleanse this world for those who deserve“ (‘World Of Shit’).

Diese Zeilen, sowie die verworrenen, finsteren, zwingenden Songs machten Morbid Angel mit Dave als Sänger zur Legende, die mit ILLUD DIVINUM INSANUS 2011 endlich wieder in alter Mannschaft zurückkehrte – und sich im Lethe versenkte, eine vergessende Legende. Das Album war so langweilig und gewollt, dass es ein nachfolgendes Remix-Werk kaum schlimmer machen kann. Und doch: Es kann. Auf weit über einer Stunde wird a priori unnötiges Songmaterial in meist tanzbare, elektronische Beat-Muster gezwängt. Morbid Angel bald auf einer Tanzfläche mit Combichrist und Projekt Pitchfork, die beide noch die letzte Finsternis der Songs gegen gruftig-leichte Electro-Kost austauschten und damit auch noch in bester Gesellschaft sind?

Wie schön wäre es, wenn ILLUD DIVINUM INSANUS – THE REMIXES jetzt einfach gehasst werden könnte, doch es ist selbst dazu zu lahm. Zu zahnlos. Zu nett. Wo sitzen Morbid Angel 2012? Götterthron oder Götzenschemel? Vision jedenfalls hatte weder das Comeback-Album noch diese Remix-Totgeburt.

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