Toggle menu

Metal Hammer

Search

Orphaned Land THE NEVERENDING WAY OF ORWARRIOR Review

teilen
twittern
mailen
teilen
von

Das tut jetzt weh. Orphaned Land gehören seit ihrem Debüt zu denjenigen Bands, die ich a) musikalisch immer bewundert habe und b) auch Tag und Nacht, Sommer wie Winter hören konnte. Doch ihr neues Werk THE NEVERENDING WAY OF ORWARRIOR hält dem Vergleich mit den Vorgängeralben, insbesondere MABOOL, nicht stand.

Das liegt nicht daran, dass die Israelis ihr Songwriting-Talent verloren haben. Nein, eher im Gegenteil: Sie wollten zu viel. Zwar sind alle Markenzeichen der Band noch vorhanden, die Stimmungswechsel, die mehrstimmigen Gesangspassagen, die wogenden Rhythmen. Und doch: Hits wie zum Beispiel ‘Norra El Norra’ sucht man vergebens. Das Eingängige, das in Verbindung mit dem orientalischen Flair stets das Besondere an Orphaned Land ausgemacht hat, fehlt über weite Strecken – erst gegen Ende der Platte gewinnen die Songs an Prägnanz (‘Disciples Of The Sacred Oath II’) und retten so das Gesamtergebnis auf eine knappe Fünf.

Gänsehaut entwickelt sich allerdings insgesamt nur sporadisch – ein klassisches Beispiel, dass zu viel Liebe zum Progressiven auf Kosten der Song-Struktur gehen kann. THE NEVERENDING WAY OF ORWARRIOR mag anspruchsvoller sein als alle anderen Orphaned Land-Scheiben zuvor, und der Konkurrenz ist die Truppe aus Tel Aviv nach wie vor weit voraus, doch dass das Album zu einem Klassiker in der Band-Diskografie werden wird, darf bezweifelt werden. Schade.

Petra Schurer

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der Februar-Ausgabe des METAL HAMMER.


ÄHNLICHE KRITIKEN

Architects :: Hollow Crown

Frames MOSAIK Review

Mournful Congregation :: The June Frost


ÄHNLICHE ARTIKEL

Glückwunsch: Korn-Debüt wird 25 Jahre alt

Heute vor genau 25 Jahren veröffentlichten Korn ihr Band-betiteltes Debütalbum und legten damit den Grundstein für ein neues Genre.

Abbath überwindet das Immortal-Aus

"So hat es sich bei Immortal schon lange nicht mehr angefühlt!"

Sony übernimmt Century Media für rund 17 Millionen Dollar

Das deutsche Independent-Label Century Media ist von Sony übernommen worden. Das Major-Label bezahlte für die deutsche Metal-Schmiede angeblich rund 17 Millionen Dollar (14,8 Millionen Euro).

teilen
twittern
mailen
teilen
Links wie rechts: Metal in symmetrisch

Auch in Zeiten vermehrter Downloads sind Album-Cover gerade im Metal noch wichtig – nicht zuletzt wegen den entsprechenden Shirt-Designs! Aber ist euch dabei schon aufgefallen, dass Metal-Cover einen starken Hang zur Symmetrie haben? Ein Blog hat sich dieses Themas angenommen: „Symmetal – the beauty of symmetry in metal imagery“ nennt sich die Website. Das Blog sammelt Cover-Artworks, die sich durch ihr symmetrisches Design auszeichnen. Unter den Symmetrie-Covern befinden sich Werke von Kristian „Necrolord“ Wahlin und Alben von Bands wie The Black Dahlia Murder, Emperor und Dark Tranuillity. Unbedingt sehenswert! --- Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im…
Weiterlesen
Zur Startseite