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Rival Sons Head Down

Retro Rock, Earache/Soulfood 13 Songs / 48:41 Min.

7.0/ 7
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Foto: Earache

Man mag dem akuten, durch alle (Hard) Rock-Genres grassierenden Retro-Fieber leidenschaftslos oder absolut befürwortend gegenüberstehen – Rival Sons stehen für mehr als nur verklärte Nostalgie. War ihr rechnerisch erstes, selbstveröffentlichtes Debüt BEFORE THE FIRE (2009) wenn überhaupt nur eine Review-Randnotiz, schaffte es PRESSURE & TIME (2011) weltweit an die Spitze der Jahresbestenlisten relevanter Rock-Publikumszeitschriftengunst. Macht das HEAD DOWN zum Schnellschuss? Mitnichten. So schnell wie die Los Angeles-Band Platten veröffentlicht,  schießt ihr Rock-Annalen-Amalgam auch diesmal unmittelbar ins Schwarze. Richtig, keine zuweilen sklavische Blues-Abarbeitung bestimmt den Sound, sondern vielmehr die sträflich vernachlässigte Grundkomponente des Soul im Rock’n’Roll. Zwingenden Härte-Schneid als Kaufkriterium konsequent über Bord geschmissen, gehen Rival Sons den einzig logischen und wahren Weg der Rock-Rückdeterminierung. Lässig gefällig wie bei ‘Wild Animal’ oder Jet-senkrechtstartend (‘Until The Sun Comes’) gelingt den Kaliforniern jede Nummer noch stimmiger, knackig-frischer und konsequenter klassisch als zuvor. Von großartig gefühlten Levon Holmes Band-Momenten (‘Jordan’) über Seelentröster wie ‘The Heist’ bis zum epischen Vexierspiel ‘Manifest Destiny’ mit The Doors-hafter Jam-Gelöstheit – es gab sogar „damals“ kaum eine Band, die jene stilistische Offenheit im Sinne des Soul’n’Roll in sich vereinte. Dementsprechend sind erneute sieben Punkte auch keine simple Sympathisanten-Farce im schöwinistischen Sinne. Ausnahmeerscheinungen in einer zu oft zu normisierten Rock-Welt verdienen konsequent Ausnahmenoten.

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