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Scar Symmetry The Singularity (Phase I – Neohumanity)

Melodic Death Metal, Nuclear Blast/Warner 8 Songs / VÖ: 03.10.2014

5.0/ 7
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Das neue Gesicht der schwedischen Melodic Death Metal-Band Scar Symmetry erhält Stück für Stück mehr Charakter: Nach der Vorstellung der beiden neuen Sänger Roberth Karlsson (Growls) und Lars Palmqvist (Klargesang) auf dem Album DARK MATTER DIMENSIONS von 2009 erfolgte mit THE UNSEEN EMPIRE zwei Jahre später die nötige Vertiefung des Sounds. Mit THE SINGULARITY (PHASE I – NEOHUMANITY) wagen sich die Schweden nun gefestigt an den ersten Teil einer Albumtrilogie heran und stellen eindrucksvoll unter Beweis, zu welchen musikalischen und gedanklich-konzeptuellen Leistungen sie fähig sind.

Der stilistisch flexible Hörer erlebt acht druckvolle und teils bombastische Songs, die mit einem Mischmasch aus wuchtigen Growls und episch-eingängigem, manchmal sogar etwas zu klebrig klingendem Klargesang aufwarten. Als wäre der Abwechslungsreichtum noch nicht hoch genug, wird selbst einem Instrumental (‘Children Of The Integrated Circuit’) Platz eingeräumt. Doch keine Sorge, auf THE SINGULARITY (PHASE I – NEOHUMANITY) herrschen nicht nur Kitsch und Stille, sondern auch brutale Gewalt vor:

Während ‘Limits To Infinity’ mit mächtigem Gesang dahinbrettert und ­‘Neuromancers’ hymnenhaft verspielt die Tonleiter auf und ab rockt, macht das wüste ‘Technocalyptic Cybergeddon’ seinem Namen alle Ehre und erteilt eine Lehrstunde in Sachen Handwerksbeherrschung.

Momente wie diese bringen das Metallerherz zum Strahlen und entschädigen für den ein oder anderen zu soft oder progressiv geratenen Augenblick. Man darf gespannt sein, was noch nachkommt.

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