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The Division (PS4, Xbox One, PC)

Action-Rollenspiel, Games, Massive / Ubisoft

6/ 7
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New York, wie wir es kennen, existiert nicht mehr. Die Stadt ist nach einem verheerenden Terrorangriff verwüstet, und die letzten Bewohner kämpfen ums nackte Überleben. Die Straßen werden von rivalisierenden Banden und Milizen kontrolliert. Es wird also Zeit, die Stadt Stück für Stück, Block für Block und Person für Person zurückzuerobern. Um das zu erreichen, werden die Agenten von „The Division“ aktiviert, und der Spieler übernimmt die Rolle eines dieser Agenten.

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Die Straßenschluchten von Manhattan werden spektakulär in Szene gesetzt

Bei ‘The Division’ handelt es sich um einen spannenden Hybrid aus Multiplayer-Online-Rollenspiel und Deckungs-Shooter. Der Spieler entscheidet, ob er allein durch die verschneiten Straßen von New York läuft oder zusammen mit anderen Spielern und Freunden ein schlagkräftiges Vier-Mann-Squad aufbaut. Wie es sich für ein Rollenspiel gehört, lässt sich der eigene Charakter nicht nur äußerlich individualisieren, sondern auch die Fähigkeiten und Attribute anhand von Level, freigespielten Upgrades, Gegenständen und Waffen anpassen.

Je nach Vorliebe lässt sich der eigene Agent somit entweder als Allrounder mit Drohnen, „Rambo“ oder Heiler gestalten. Charakterklassen wie in anderen Rollenspielen gibt es keine. Insgesamt ist der Fähigkeitenbaum im Vergleich etwas knackiger gestaltet und dürfte Shooter-Fans einen guten Einstieg bieten. Den größten Unterschied machen die Spezial­fähigkeiten und Perks, wodurch man sein eigenes Spiel auf die jeweilige Situation und Gruppe abstimmen kann. Die Kämpfe sind herausfordernd, vor allem, wenn man blindlings losballert. Das Nutzen von Deckungen ist ein absolutes Muss, ansonsten beißt man schnell ins Gras.

Die Spielumgebung liefert Raum für Taktikspielereien, ist jedoch aufgrund der städtischen Architektur begrenzt. Schade, denn an mancher Stelle würde man sich mehr Freiheit und Abwechslung wünschen. Zumindest am Anfang wiederholen sich auch die Gegner- und Missionstypen. Dafür entschädigt das Spiel mit vielen kleinen Ecken und Gimmicks, die man überall in der Welt entdecken kann. Seien es Teile zum Aufrüsten der Waffen und Elektronik oder sogenannte „Echos“, die vergangene Situationen aufzeigen und man erforschen muss, um somit mehr über eine Person, einen Ort oder den eigentlichen Auftrag herauszufinden.Dadurch sammelt man Erfahrung, neue Gegenstände oder wichtige Materialien zum Ausbau der eigenen Basis. Diese Basis besteht aus mehreren Gebäudeflügeln. Diese unterteilen sich in Medizin, Sicherheit und Technik.

Je nach Ausbaustufe verändert sich nicht nur das Bild des Gebäudes, sondern auch die Umgebung wird lebendiger, mehr Menschen finden Zuflucht, und New York scheint wieder zur Normalität zurückzukehren. Bis es so weit ist, müssen aber etliche Neben- und Hauptmissionen abgeschlossen werden. Letztere werden durch gut gemachte Zwischensequenzen vorangetrieben, und die Story rund um „The Division“ und den Vorfällen in der Stadt gut in Szene gesetzt. Wem es nach noch mehr Herausforderungen und besseren Ausrüstungsgegenstände gelüstet, der begibt sich in die Darkzone, ein abgeriegeltes Quarantäne-Gebiet in der Stadt, das als PvP-Zone dient.

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In Deckung: The Division hat eine reinrassige 3rd-Person-Shooter-Mechanik!

Dort gibt es keine Regeln, jeder kann jeden attackieren, muss allerdings auch mit den Konsequenzen leben. Sobald man einen anderen Agenten attackiert, gilt man als sogenannter „Rogue“ und wird rot markiert, sodass sich andere Agenten rächen können oder zumindest gewarnt sind. Ziel innerhalb der Darkzone ist es, Gegenstände und Upgrades aus diesem Bereich zu sichern und mittels Hubschrauber abtransportieren zu lassen. Ob man das schafft, liegt ganz an den anderen Spielern, die schnell vom Freund zum Verräter mutieren können. In der Darkzone gelten ganz eigene Regeln, sodass man dort sogar ein separates Level und Währung hat. Die Welt von ‘Tom Clancy’s The Division’ ist lebendig und bietet viel Potenzial – vor allem für Spielergruppen. Einzig das zahlenbasierte Kampfsystem und die Abwechslung innerhalb des „Endgame“ könnten ein kleiner Dämpfer sein.

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