Kritik zu The Man-Eating Tree Harvest

The Man-Eating Tree Harvest

Dark Metal, Century Media/EMI 10 Songs / 53:38 Min. / 25.11.2011

6.0/ 7
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Foto: Century Media/EMI

Die Temperaturen fallen, die Bäume verlieren die Blätter, erste Schneeflocken bedecken den Boden. Gemütliche Winterabende vor dem lodernden Kaminofen mit einem Glas Rotwein oder einer Tasse Tee versprühen eine besinnliche Stimmung. The Man-Eating Tree um den ehemaligen Sentenced-Schlagzeuger Vesa Ranta und den früheren Poisonblack-Gitarristen Janne Markus offerieren mit ihrer zweiten CD den perfekten Soundtrack dazu: Ein erhabenes Werk mit schwermütiger, elegischer Atmosphäre – nicht depressiv, sondern schön melancholisch mit Tiefgang, unterstützt von einer warmen, organischen Produktion. Nach dem bedrückenden Intro ertönen die mächtigen Gitarrensalven von ‘At The Green Country Chapel’, bevor der vereinnahmende, fast weinerliche, extrem ausdrucksstarke Gesang von Tuomas Tuominen markante Akzente setzt und die einschmeichelnden Melodien sowie die filigranen Gitarren für intensive Spannungsbögen sorgen. Überragender Einstieg. Im weiteren Verlauf von HARVEST erlauben sich die Finnen keinen einzigen Durchhänger, haben aber mit dem knackigen Ohrwurm ‘Armed’, dem riffigen ‘Like Mute Companions’, dem düsteren ‘Exhaled’, dem progressiven ‘Down To The Color Of The Eye‘ oder dem mitreißenden ‘Code Of Surrender’ weitere Höhepunkte in petto. Ein bärenstarkes, anspruchsvolles Album, welches stilistisch in Richtung Anathema, Paradise Lost oder Green Carnation inklusive Artrock-Attitüde tendiert und gleichermaßen Eier und Gefühl transportiert.

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