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Unearth Watchers Of The Rule

Metalcore, Century Media/Universal 11 Songs / VÖ: 31.10.2014

6.0/ 7
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ls eine der dienstältesten Metalcore-Mannschaften muss man abliefern, sonst läuft einem ein Rudel wild gewordener Jungspunde eiskalt den Rang ab. Deshalb Hut ab, dass Unearth es nie verlernten, auszuteilen. Sie knüppeln sich mit ihrem Sechstling WATCHERS OF RULE nach wie vor um den Verstand. Riff-Konstruktionen, die sich wie ein Schlagbohrer ins Hirn schrauben, Gitarrenläufe, die schneller sind, als es die gesunde Menschlichkeit erlaubt und perverse Blastbeats, die Schienbeine zertreten, wie ein Mörser auf einem türkischen Basar Gewürze stampft.

Unearth üben die rastlose Renovierung von dem alten Schreckgespenst, das einst als Metalcore verschrien wurde. Ihr heutiger Hochglanz ist Galaxien von dem entfernt, was die Bostoner zur Jahrtausendwende servierten. Zwar sollen laut Sänger Trevor Phipps chaotische Zustände im Studio geherrscht haben, doch davon ist nur die hektische Angespanntheit geblieben.

Hier wird an allen Fronten mit massivem Einsatz gekämpft – nur ganz selten tauchen deutlich aufgebrochene Breakdowns auf, wie in ‘Trail Of Fire’ oder am Anfang von ‘Lifetime In Ruins’. Komplexe Unikate in Höchstgeschwindigkeit, sonst streunern flimmernde Melodieungetüme über das, was der Idee einer solchen Stumpfheit am nächsten kommt (‘From The Tombs Of Five Below’). WATCHERS OF RULE ist heftig und nicht leicht zu verstehen, aber genau deshalb so überragend.


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