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Turock Essen: Komatös am Leben erhalten

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Vor Corona haben in dem Club mit 600 Gästen Kapazität sechs Festangestellte sowie rund 70 Aushilfen und externe Dienstleister wie Ton- und Lichttechniker, Cocktailmixer und Security-Menschen gearbeitet. „Es gab Hilfen, die auch bei uns angekommen sind. Die helfen, wenn man ein Betrieb mit entsprechenden Strukturen ist und kein Soloselbständiger. Dann ist natürlich trotzdem noch lange nicht alles toll. Aber es funktioniert, um komatös am Leben erhalten zu werden“, erklärt der Chef der Turock GmbH, bevor er präziser wird.

„Wir haben zeitnah Kurzarbeit angemeldet. Für Mini-Jobs gab es keine Kurzarbeit, insofern mussten die Leute dann leider gehen. Wir haben die Leute noch einen Monat lang gehalten, weil sie bei uns keine festen Schichten hatten. Doch danach mussten wir sie abmelden, da wir in dem Fall auch keine Unterstützung dafür bekamen. Von den Festangestellten haben uns drei Leute verlassen, sie haben sich anderweitig orientiert.“ Vor allem die Perspektivlosigkeit und die nicht vollends abgedeckten laufenden Kosten machen es so vielen Spielstätten momentan schwer, an ein Überleben zu glauben.

Aufgeben ist keine Option

„Man kommt nicht komplett auf die Kosten. Wir haben die Soforthilfe bekommen, dann gab es das Überbrückungsgeld I, bei dem man bis zu 80 Prozent seiner Betriebskosten erstattet bekam. Dann fehlen aber immer noch zwanzig Prozent. Da muss man dann auch selbst was reinpulvern und den Verlust in Kauf nehmen“, zeigt Peter auf, dass der komatöse Zustand keine Dauerlösung sein kann: „Aber noch mal: Man kriegt wenigstens Geld. Wenn man vorher irgendwie gewirtschaftet und noch was auf der hohen Kante hatte, kommt man erst mal irgendwie klar. Dann gab es noch unsere Crowdfunding-Geschichte, die hat uns ebenfalls geholfen.

Für das restliche Jahr hatten wir Überbrückungsgeld II beantragt, von September bis Dezember. Wenn man zwangsgeschlossen und 80 Prozent Umsatzeinbußen hat, kann man bis zu 90 Prozent seiner Betriebskosten erstattet bekommen. Das wiederum wird zwar mit dem Kurzarbeitergeld verrechnet, aber man kriegt schon Hilfen“, sieht sich Peter nicht in der Position, der Regierung völlige Kopflosigkeit zu unterstellen, zumal er Chancen wie die Churches Takeover-Reihe (Metal in der Kirche) ergreift.

„Ich finde, dass es schon funktioniert. Es ist nicht alles super und toll, aber für mich als Betrieb ist es eine Hilfe. Was jedoch die Sache bei Leuten nicht einfacher macht, die vorher schon nur von der Hand in den Mund gelebt haben.“ Peter geht noch einen Schritt weiter und lässt sich trotz verständlicher Panik und Zukunftsangst um ihn herum seine Hoffnung auf eine Rückkehr zu einer gewissen „Normalität“ nicht vermiesen. „Wir sind der Meinung, dass wir mit der Unterstützung unserer Gäste und den öffentlichen Hilfen, die wir bekommen, die Zeit schon irgendwie überleben werden. Es ist auch die Frage, was danach kommt.

Extreme Konzertschwemme

Wir sind uns sicher, dass wir bis nächsten Sommer irgendwie überleben werden. Doch es stellt sich natürlich irgendwann die Frage: bis wann? Aber wir sind uns schon sicher, dass wir die Coronakrise überstehen werden. Ich habe die Hoffnung, dass es irgendwann wieder losgeht und wir weitermachen können.“ Wobei Peter natürlich auch die Folgeeffekte der unzähligen ausgefallenen Tourneen sieht. „Das wird zu einem Verschiebungseffekt führen. Fast alle Konzerte wurden um ein Jahr verschoben, und wir schieben jetzt schon Konzerte aus dem Frühjahr 2021 in den Herbst oder nach 2022. Da ist eine riesige Bewegung drin. Ich glaube, dass sich dieses Überangebot dann auch auf die Besucherzahlen der einzelnen Shows niederschlagen wird.

Eine Band, die vor Corona für 600 Leute gut war, wird danach vielleicht nur noch für 300 Leute gut sein. Es wird eine extreme Konzertschwemme geben, weil jeder auf Tour gehen wird, um irgendwie Geld zu verdienen. Ich bin gespannt, was noch alles kommen wird. Zumal die Leute ja nun auch anderthalb Jahre darauf gedrillt werden, dass Enge schlecht ist und Abstand gehalten werden muss. Die einen wird es nicht interessieren, die anderen werden sich Gedanken darüber machen. Wenn man nicht auf Körper­nähe steht, ist ein ausverkauftes Konzert im Turock, bei dem 200-Kilo-Thrasher rumlaufen, auch schon etwas schwierig“, witzelt Peter mit einem gewissen Galgenhumor.

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