Alben
Slash
Apocalyptic Love
Rock
von Thomas Strater
Foto:
Deathwish Inc.
Doomriders, Darkness Come Alive Cover
Die Band hält ihr aktuelles Line-Up für das ultimative und nutzt die Gunst der Stunde, um ihre Lieblings-Songs der ersten drei Alben BLACK EARTH, STIGMATA und BURNING BRIDGES neu einzuspielen. Dies macht insofern Sinn, als dass Arch Enemy damals bei weitem noch nicht so erfolgreich wie heute waren, sie die Songs nun in einem adäquaten Sound-Gewand präsentieren und eben auch den einen oder anderen Klassiker einfacher in aktuelle Setlists einbauen können.
Beim Hören der alten Songs fällt vor allem auf, dass Arch Enemy schon immer zwischen todesmetallischer Härte und musikalisch-melodischem Anspruch pendelten (Paradebeispiel: ‘Beast Of Man’). Im Nachhinein betrachtet, beinhalten viele Songs sogar Blaupausen späterer modern-metallischer Hitgaranten. So breit gestreut wie der musikalische Einfluss der Amott-Brüder sind auch die vielen kleinen Details, die sich nach mehrmaligem (Erneut-)Hören erschließen. Der schwere Beginn von ‘Demoniality’ würde auch Riff-Gott Iommi freundlich nicken lassen, und wer dazu noch die Reminiszenz an das göttliche ‘The Tempter’ von Trouble findet, bekommt den Doom-Orden am Bande.
Ansonsten herrscht natürlich jede Menge Skalenhack im oberen Tempobereich, und großräumig angelegte Melodien verzücken mit dezentem Maiden-Flair, während sich Frontfrau Angela Gossow mit viel Hall auf der Stimme die wenig zarte Kehle aus dem Leib brüllt. Der von der Band selbst produzierte Sound ist kompakt und ordentlich, aber trotz der Andy Sneap-Mischung etwas unspektakulär. Für Die-Hard-Fans sicherlich unverzichtbar, für jüngere Einsteiger eine gute Möglichkeit, einige tolle alte Songs der Band mit aktuellem Sound kennenzulernen.
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