Kritik zu Arch Enemy War Eternal

Arch Enemy War Eternal

Melodic Death Metal, Century Media/Universal 13 Songs / VÖ: 06.06.2014

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Foto: Arch Enemy

Der Weggang von Vokalistin Angela Gossow kam für Fans und Presse gleichermaßen unerwartet. Arch Enemy scheinen die Umgestaltung jedoch von langer Hand geplant zu haben und legten zur Milderung des ersten Schockmoments sogleich frische Band-Fotos mit dem nett inszenierten Neuzugang Alissa White-Gluz (ehemals The Agonist) sowie das Titelstück der neuen Platte WAR ETERNAL vor, das mit packenden Riffs, irre gelungenen Wendungen und bestechenden Growls für ein Ausrufezeichen sorgte.

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Jetzt liegt das komplette Werk auf dem Tisch und beweist, dass ‘ War Eternal’ kein zufälliger Ausreißer ist und sich an der Kernkompetenz von Arch Enemy nichts geändert hat: Michael Amotts messerscharfe Riffs klingen frischer und wendiger denn je und lassen keinen Zweifel an den Trademarks, räumen aber auch dem Neuzugang Platz zur Vorstellung ein. Und das gelingt Alissa White-Gluz so eindrucksvoll wie nachhaltig:

Ihre etwas weiblicher gefärbten Growls passen perfekt zum (überraschend pompösen) Werk der Instrumentalfraktion und klingen zwischen tiefem Knurren und helleren Hasstönen wandelbar, ohne Nachdruck oder Aggressivität vermissen zu lassen. Über weite Teile des Albums jagt ein gelungener Brecher den nächsten: Ob der technisch anspruchsvolle Hassbatzen ‘Never Forgive, Never Forget’, das erwähnte Titelstück, der rücksichtslose Mega-Hit ‘No More Regrets’, das melodisch-fetzige ‘Stolen Life’, das opulente ‘Time Is Black’ oder der Breakdowner ‘On And On’ – auf WAR ETERNAL beweisen Arch Enemy ihr ganzes Können und servieren damit abwechslungsreiches wie durchschlagendes „All killer, no filler“ -Material wie lange nicht mehr.


on .

So schwer der Abschied von Angela Gossow und die Tatsache fallen, dass dem deutschen Metal ein wichtiges Aushängeschild verloren ging, so leicht macht es Fräulein White-Gluz den Fans, trotzdem freudig in eine Zukunft mit Arch Enemy zu blicken. Die Soundcheck-Krone sowie die vielen positiven Reaktionen dürften die Band darin bestärken, den eingeschlagenen Weg mit erhobenem Haupt weiterzugehen.

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