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Hatebreed Hatebreed

Metalcore, Roadrunner Records (Warner) 14 Songs / 142:20 Min. / 02.10.2009

6.0/ 7
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Foto: Roadrunner Records (Warner)

Es ist erst einige Monate her, dass Hatebreed mit FOR THE LIONS ein Cover-Album veröffentlichten, das ihre Metal-, Hardcore- und Punk-Wurzeln offen legte und der Band die Möglichkeit gab, mit Elementen zu experimentieren, die man aus dem seit Jahren etablierten Trademark-Sound so nicht gewohnt war. Nun erscheint also das offensiv selbstbetitelte neue Album HATEBREED, und beantwortet die Frage, inwieweit sich Jasta und seine Gang trauen würden, diese oder andere neue Elemente in ihr Songwriting einfließen zu lassen.

Fazit: Hatebreed sind nicht auf Nummer Sicher gegangen. Natürlich erkennt man in fast jeder Sekunde sofort, wer hier gerade betonharte Riffs aufschichtet, um die Moshmeute zu erschlagen, doch damit gaben sich die Genre-Vorreiter nicht mehr zufrieden. Es sollte mehr sein – mehr Abwechslung, mehr Musikalität. Und so finden sich auf HATEBREED gut versteckt und eingearbeitet mutige Innovationen: Da wird ein Refrain mit einem Gitarren-Solo eingeleitet (‘Between Hell And A Heartbeat’), es werden die genannten Misfits-Chöre eingearbeitet (‘No Halos For The Heartless’), oder Jasta zwingt sich zu wirklichen Gesangsmelodien – die allerdings nichts mit den bekannten Emo-Blaupausen anderer Metalcore-Bands zu tun haben, sondern immer entweder nach Fußballstadion (‘Every Lasting Scar’) oder dann eben doch wieder Crowbar klingen.

Und dann, beinahe ganz am Ende, kommt ‘Undiminished’, ein Instrumental-Track mit Klaviermelodie und ausgiebigen mehrstimmigen Leads, die fast schon Metallica-Stimmung heraufbeschwören. Fette, unglaublich brutale Moshparts, Slayer-Riffs, die typischen Jasta-Durchhalteparolen, ein dicker, knüppelharter Sound – alles da! Gratulation, Experiment geglückt.


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