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Die 500 besten Metal-Alben (12): Pantera VULGAR DISPLAY OF POWER

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METAL HAMMER hat die 500 besten Metal-Alben aller Zeiten gewählt – mit einer fast 100-köpfigen Jury. In die Liste geschafft haben es Veröffentlichungen von 1970 bis 2023. Heute stellen wir daraus vor:

Platz 12: Pantera VULGAR DISPLAY OF POWER (1992)

Mit COWBOYS FROM HELL (1990) bauten sich Pantera die Startrampe in eine internationale Karriere, mit VULGAR DISPLAY OF POWER hebt die Rakete in Texas endgültig ab. Speziell die kommerzielle Ausrichtung des schwarzen Albums von Metallica im Jahr 1991 motiviert Pantera in dem Wunsch, einen Gang höherzuschalten und zusammen mit Produzent Terry Date „das härteste Album aller Zeiten“ aufzu­nehmen. Fand man auf dem Vorgänger zumindest noch Spurenelemente der Glam Metal-Vergangenheit des Quartetts, vollziehen Pantera nun den endgültigen Schnitt und führen den Thrash Metal in eine modernere und rhythmisch geprägte Ära.

Die Riffs von Tausendsassa Dimebag (damals noch Diamond) Darrell sind schnittiger, abgehackter, prägnanter, das Rhythmusspiel von Schlagzeuger Vinnie Paul und Bassist Rex Brown pumpt den Hörer permanent mit Adrenalin voll, und über diesen Aggroteppich keift Phil Anselmo (nun ohne Haare) seine muskelbepackte Straßenhundattitüde. Die Scheibe vermittelt metallisches Hardcore-Lebensgefühl und eine rotzige Leck-mich-Einstellung. Die Attitüde ist roh und direkt, der Klang gewaltig (und hat bis heute nichts von seiner brillanten Klarheit verloren). Der vertonte Arschtritt ‘Walk’ ist das Aushängeschild von VULGAR DISPLAY OF POWER, an seiner Seite fräsen sich jedoch weitere Lieder in die Membranen von verschiedenen Metal-Generationen:

Der Opener ‘Mouth For War’ packt direkt beim Kragen, ‘A New Level’ ist das Sägeblatt für jeden Stiernacken, die Halbballade ‘This Love’ eine dynamische Detonation und ‘By Demons Be Driven’ liefert das Öl für jede Rhythmusmaschine, bevor ‘Fucking Hostile’ das Projektil endgültig tödlich und in Hochgeschwindigkeit in den Nervenbahnen versenkt. Groove Metal, New Thrash – all dem öffnet VULGAR DISPLAY OF POWER Tür und Tor. Ein wahrhaft revolutionäres, innovatives und bis in die Neuzeit unendlich einflussreiches Meisterwerk sowie gleichzeitig Panteras erfolgreichstes Album. (Matthias Weckmann)

Die komplette Liste der 500 besten Metal-Alben aller Zeiten entstammt METAL HAMMER-Ausgabe 07/2024 – unserer 500. Ausgabe aus unserem 40. Jubiläumsjahr. Das Heft ist restlos vergriffen. Ihr findet die Liste weiterhin auf metal-hammer.de.

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Die 500 besten Metal-Alben (24): Slipknot IOWA

METAL HAMMER hat die 500 besten Metal-Alben aller Zeiten gewählt – mit einer fast 100-köpfigen Jury. In die Liste geschafft haben es Veröffentlichungen von 1970 bis 2023. Heute stellen wir daraus vor: Platz 24: Slipknot IOWA (2001) Slipknot sind hauptsächlich bekannt für wilde Outfits und Gesichtsmasken, um ihre Identität zu verschleiern. Schöne Show-Elemente, um eventuelles musikalisches Unvermögen zu kaschieren – aber diesem Gedanken wird mit IOWA ein abruptes Ende gesetzt. Das Album schlägt ein wie eine Bombe, und Slipknot aus Iowa stellen damit endgültig auch ihre musikalische Einzigartigkeit unter Beweis. Schon nach wenigen Songs erkennt man, dass IOWA ausgereifter und…
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