Destruction: „Internet-Fame ist heiße Luft“

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Die Lage der Welt hat sich indes nicht zum Positiven entwickelt – gefundenes Fressen für Destruction! Auch auf DIABOLICAL schreibt Schmier seine Gedanken und Empfindungen zu gesellschaftlichen wie politischen Entwicklungen nieder. Besonders auffällig kommt ‘No Faith In Humanity’ daher, das angesichts der Ukraine-Krise eine neue Aktualität erfährt: „Es ist traurig, dass die Menschheit nicht aus Kriegen und Zerstörung lernt“, moniert der Texter. „Regierungsoberhäupter schüren den Krieg, die Medien springen darauf an, und das Volk steht dahinter. Bei Umfragen auf der russischen Straße sagen viele, die Ukraine müsse eins auf den Deckel bekommen.

Für mich ist völlig unverständlich, dass man Krieg haben und einen ganzen Kontinent in den Ausnahmezustand treiben will, um geschichtlich relevant zu sein – darum geht es Putin doch. Natürlich ist ihm die NATO auf die Pelle gerückt, aber das ist nicht genug, um einen Krieg auszulösen!“ Themen wie diese hält der Süddeutsche für interessant, aber beängstigend. Dennoch endet das düstere Stück mit einer positiven Note und beschwört Zusammenhalt – ein Schluss, der zum Nachdenken anregen soll. „Natürlich habe ich keine große Hoffnung in die Menschheit, aber wir brauchen Solidarität, um den Planeten zu retten!“

Destruction-Texte als Selbsttherapie

Auch die Durchhaltenummer ‘Hope Dies Last’ birgt dem Titel entsprechend Hoffnung auf bessere Zeiten. Überhaupt drehen sich die meisten DIABOLICAL-Texte um aktuelle Komplexe, wenn auch in unterschiedlichen Ausprägungen. So verhandelt ‘Whorification’ Social Media-Sucht und Selbstdarstellung. „Es gibt Musiker, die auf YouTube eine Million Follower haben, aber noch nie eine Platte veröffentlicht oder auf einer Bühne gespielt haben. Internet-Fame ist unterhaltsam, aber seicht und viel heiße Luft! Richtige Musiker spielen live vor Publikum, während der Internet-Gitarrist hundert Takes spielt, ein Video filmt und online stellt. Das ist alles ein bisschen unecht, wie die Bilder auf Instagram!“

Der Künstler sieht seine Texte als Selbsttherapie an und will Luft ablassen. Er glaubt nicht, die Welt verändern zu können, sondern möchte seiner Band vielmehr ein Gesicht geben. Seit jeher wettert der aus einem religiösen Elternhaus stammende Musiker auch gegen die katholische Kirche – ein weiteres Thema, das (angesichts des Missbrauchsskandals) wieder aktuell ist und in ‘Repent Your Sins’ umgesetzt wurde. „Leider muss man solche Themen immer wieder aufgreifen, damit sie nicht vergessen werden. Es hat lange genug gedauert, bis in Deutschland endlich etwas passiert ist. Unfassbar, dass sie in den letzten Dekaden ohne Strafverfolgung davonkamen!“

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