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Gary Holt: Ohne Exodus keine Thrash-Szene

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In einem Interview mit Metal Hammer UK erinnert sich Gary Holt an den legendären Silvester-Gig von Exodus mit Metallica, als die beiden Bands zusammen mit Megadeth und Metal Church das Jahr 1986 in San Francisco einläuteten.

„Wir haben sie (Metallica) in den Dreck gestampft“, sagt Holt. „Wir haben uns alle nach der Show besoffen, und James Hetfield lachte und sagte: ‚Haha, das war das letzte Mal, dass ihr uns unterstützt habt.‘ Und es war auch das letzte Mal, dass wir Metallica unterstützt haben.“

Auf Dave Everleys Frage, ob es ohne Exodus keine Thrash-Szene gäbe, antwortet Holt: „Absolut. Das kann ich bestätigen. Wir haben diese Extreme-Szene geschaffen.“

Nichts als Liebe für Metallica

„Die Szene war toll“, fügt Holt hinzu. „Man konnte fünf Abende in der Woche in einen anderen Club gehen und sah nie zweimal dieselbe Band. Es gab keine Thrash Metal-Konkurrenz, denn am Anfang gab es nur uns und Metallica. Das erste Mal, dass ich etwas von ihnen hörte, war, als wir mit ihnen spielten. Und es fühlte sich an, als würde man in den Spiegel schauen. Später gab es dann schon einen gewissen Wettbewerb. Die Bands waren alle befreundet, wir hingen zusammen ab. Aber Exodus gehörte Ruthie’s (ein legendärer Club in der San Francisco Bay Area). Jeder hatte es auf uns abgesehen, aber niemand konnte es mit uns aufnehmen.“

Bereits im Februar 2021 berichtete der Gitarrist über die „Vernichtung“ Metallicas bei besagtem Neujahrskonzert. Laut Holt versteht er sich aber noch immer gut mit allen Mitgliedern der Band. „Ich liebe sie zu Tode, werde sie immer unterstützen und ihnen immer die Ehre erweisen, die ihnen gebührt“, sagt er. „Ich halte MASTER OF PUPPETS für das beste Metal-Album, das je gemacht wurde. Niemand hat jemals etwas Vergleichbares geschaffen. Nahe dran wäre vielleicht Judas Priests STAINED CLASS. Aber ich zolle ihnen allen Respekt.“

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