Ghost: Die Festival-Headliner der Zukunft?

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In Europa und den USA gibt es eine Fülle von Metal- und Musik-Festivals, die jedes Jahr um den gleichen Pool von Bands kämpfen. Bezüglich der Headliner-Rollen werden die wirklich großen Bands nach und nach knapp. Schließlich sind gleichwertige Nachfolger von den gezwungenermaßen nicht mehr existenten Motörhead und Black Sabbath nicht einmal am Horizont zu erkennen. Auch die sich aktuell auf Abschiedsreise befindlichen Kiss und Slayer scheinen nicht zu ersetzen. Auch nicht von Ghost.

Deren Sänger und Mainman Tobias Forge sieht das anders: Seine Band könne Festivals headlinen, wenn Bands wie Metallica oder Iron Maiden ihre Instrumente an den Nagel gehängt haben. „Ich denke, wir könnten eine Band der Zukunft sein. Es muss mehrere und vielfältige Bands geben, das wird sich schon ausgehen.“

Momentan sei der Mainstream jedoch von HipHop dominiert, so Forge weiter. „Das war vor zehn Jahren noch nicht so und wird in zehn Jahren nicht mehr so sein. Dann wird es eine neue Rock-Welle geben.“ Das wäre natürlich wünschenswert, wobei nicht jeder Rock- und Metal-Fan glücklich darüber ist, wenn „seine“ Musik den Mainstream beherrscht.

Weiterhin analysiert Forge die Unterschiede der Musikstile: „Hinsichtlich der Wachstumskurve gibt es einen großen Unterschied zwischen Rock- und HipHop-Künstlern. Bei HipHop-Acts ist es so, dass sie nach zwei, drei Jahren Existenz bereits der heißeste Scheiß des Planeten sein können. Der Entwicklungsverlauf ist ein ganz anderer.

Ghost sind immer noch Newbies

Wir treffen immer noch auf Leute, die uns nicht kennen, obwohl unser erstes Album vor acht Jahren erschienen ist. Doch ich weiß auch, dass im Rock acht Jahre gar nichts sind. Wir sind immer noch absolute Neulinge. Aber es sind dennoch acht Jahre. In der Metallica-Welt kam das erste Album 1983, also befinden wir uns jetzt in der Phase des schwarzen Albums.“

Nur, dass Ghost ein derart prägendes, einflussreiches Werk nicht veröffentlicht haben. Pläne gibt es dennoch: „Es waren immer Teenager und Leute in den frühen Zwanzigern, welche die Szene beherrschten, und wird auch in Zukunft so sein. Aber dennoch möchte ich noch ein paar Dinge erreichen, die für das Rock-Publikum interessant sein könnten.“

Seht hier das komplette Interview mit Tobias Forge:

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