Metal Blade Records: Lebenslänglich Metal

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Für seine große Passion Metal musste Metal Blade-Gründer Brian Slagel in jungen Jahren bezüglich seines christlichen Glaubens auch mal ein Auge zudrücken. Brian grinst: „Als ich aufwuchs, war ich großer Fan von Kiss und Alice Cooper. Ich mochte Bands, die Grenzen verschoben und einen anderen An­satz verfolgten. Ich habe mich immer erst mit den Bands unterhalten, bevor wir einen Vertrag aufgesetzt haben. Wir hatten am Anfang ein paar Probleme, aber ich mag es, mit Menschen zu arbeiten. Über all die Jahre waren bestimmt 99 Prozent der Bands nette Leute, mit denen die Zusammenarbeit einfach war und es keine großen Probleme gab. Ich sollte wohl auf Holz klopfen.“

Kostenlose Werbung

Spricht’s, und klopft sich auf die Glatze. Egal, ob Slayers satanisches Jungfrauenopfer, der überdimensional eskalative Spuk von Gwar oder die Blutorgien bei Cannibal Corpse – für Brian hat künstlerische Freiheit oberste Priorität: „Was auch immer die Leute sagen wollen, ist okay für mich. Es ist Kunst. Ich schreibe einer Band nicht vor, was sie sagen kann und was nicht, oder welches Artwork sie nutzen soll. In den Neunzigern hatten wir ein paar Fälle, als die PMRC gerade angesagt war und wir Details verändern mussten – oder im Fall von Cannibal Corpse alternative Versionen anboten. Solange die Leute okay sind, soll mir das alles recht sein.“ Cannibal Corpse freuen sich selbst heute noch über die kostenlose Werbung, die ihnen die fleischgewordene Marketing-Göttin Christa Jenal damals in Europa bescherte.

Wobei es manchmal auch hakte, wie Brian, dessen einziges Ärgernis ist, damals KILL ’EM ALL nicht selbst herausgebracht haben zu können, erzählt: „Die Neunziger waren eine harte Zeit für Metal. Wir hatten zum Glück einige Bands, die trotzdem sehr erfolgreich waren, man denke nur an Gwar, Cannibal Corpse oder Six Feet Under. Aber ich wollte immer an unserem Kern festhalten, denn ich war mir sicher, dass Metal zurückkommen würde. Die einzige Ausnahme für mich waren Korn, die ich am Anfang gerne unter Vertrag genommen hätte, aber sie wurden zu schnell zu groß. Ansonsten fühlte sich Nu Metal für mich irgendwie nicht echt an, sodass es das einzige Genre war, aus dem wir uns bewusst rausgehalten haben.“

Freiheit über alles

Seine Freiheit würde er auch auf keinen Fall aufgeben und Metal Blade an die Industrie verkaufen wollen. „Der größte Spaß an der Sache für mich ist, dass ich machen kann, was immer ich will. Diese Freiheit, die ich genieße, will ich auch meinen Bands geben. Sie sollen machen, was immer sie wollen. Geld ist nicht meine Motivation. Ich habe das Glück gehabt, dass ich eine tolle Karriere habe und es mir gutgeht, sodass ich mir keine Sorgen darum machen muss. Insofern sehe ich auch keinen Grund, Metal Blade an einen großen Konzern zu verkaufen. Meine Freiheit ist mir wichtiger, und das ist echt wichtig geworden, da wir eines der letzten größeren Labels sind, die nicht irgendeinem Großkonzern gehören. Wir sind gerne unabhängig und wollen das auch bleiben. Wir haben Sony als weltweiten Vertrieb, insofern nutzen wir das Beste aus beiden Welten“, ist sich Slagel seiner Position mehr als bewusst.

Wie alles anfing, was Brian Slagel antreibt sowie weitere Anekdoten aus den Achtziger- und Neunziger Jahren lest ihr in der METAL HAMMER-Oktoberausgabe 2022, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

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