Exklusive Judas Priest Vinyl mit dem Metal Hammer 03/24

METAL HAMMER Paradise 2023: Harte Brise an der Ostsee

von
teilen
twittern
mailen
teilen

Kaum zu glauben, aber das METAL HAMMER PARADISE stieg 2023 bereits zum zehnten Mal. Einen ausführlichen Bericht aller Bands mit vielen exklusiven Fotos über unser in Kooperation mit FKP Scorpio ausgerichtetes Festival am Weißenhäuser Strand gibt es in der Januar-Ausgabe des METAL HAMMER, welche ab 15.Dezember zu haben ist. Abonnenten bekommen das Magazin direkt nach Hause geliefert!

Youtube Placeholder
An dieser Stelle findest du Inhalte aus Youtube
Um mit Inhalten aus Sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Die Redaktion und viele langjährige Besucher kommen sozusagen nach Hause, immer wenn sie im Herbst an die Ostsee kurz vor Fehmarn pilgern. Familiäres Flair gehört zum guten Ton. So können Gäste in der Mall Musikern wie Kreator-Gitarrist Sami Yli-Sirniö oder All For Metal-Gitarristin Jasmin Pabst über den Weg laufen. Neben der guten Laune geht in Wangels natürlich um sonischen Stahl. Bevor die ersten Töne erklingen, begrüßt Chefredakteur Sebastian Kessler auf der Hauptbühne noch die Meute – und kündigt dabei eine Premiere an: Gleich würde zum ersten Mal ein Saxophon auf dem METAL HAMMER Paradise erklingen.

Unwiderstehliche Hymnen

Und gewiss erfüllen Dog Eat Dog dieses Versprechen. Das Quartett aus New Jersey hatte nämlich einen Live-Saxophonisten aus Prag mit dabei, der unter anderem die frenetisch gefeierten Klassiker ‘Who’s The King?’ und ‘No Fronts’ veredelt. Der Rest groovt auch, jedoch sind sich Frontmann John Connor und Co. durchaus ihrer Exotenrolle beim Festival bewusst. „Wir sind nur hier um euch aufzuwärmen – und ich glaube, es funktioniert“, urteilt Bassist Dave Neabore. Natürlich servieren die US-Amerikaner auch ‘Rocky’, ‘Isms’ und ‘Expect The Unexpected’. Alles in allem ein angenehmer Einstieg ins Wochenende, den die Power-Metaller Orden Ogan um Mastermind Sebastian „Seeb“ Levermann direkt fortsetzen.

🛒  24 DOSEN HOLSTEN BEI AMAZON ORDERN!

Nachdem nebenan im Baltic Ballroom die Schweden Screamer feinsten Achtziger-Metal und die Brasilianerinnen Nervosa derbsten Thrash gezockt haben, muss das METAL HAMMER Paradise leider den Ausfall von Death Angel beklagen. Die US-Amerikaner sagten ihren Auftritt kurzfristig wegen einer fiesen Lebensmittelvergiftung ab. Das dürfte für mehr Publikum bei den zeitgleich auftretenden Bands gesorgt haben. Sowohl beim Kieler Charmebolzen Erik Cohen mit seinen Deutschrock-Hymnen à la ‘Mexikanische Lieder’ sowie ‘Diamant’ und den finnischen Folk Metal-Helden Amorphis sind die Buden pickepackevoll – und die Leute feiern heftig die überragende Musik.

Davon gibt es anschließend noch viel mehr: Zum krachigen Freitagskehraus in der Riffalm laden Lost Society. Die einstigen Thrasher haben auf modernen Groove Metal umgesattelt – was nicht nur ausgesprochen gelungen ist, sondern auch super ankommt. Die Finnen lassen es derbe poltern in Tracks wie ‘Awake’ und ‘What Have I Done’. Überdies wissen sowohl Frontmann Samy Elbanna als auch Lead-Gitarrist Arttu Lesonen mit ihren Solo-Skills zu glänzen, nicht selten klingt das wie Slash auf Acid. Mindestens genauso mitreißend entfachen währenddessen die Isländer Sólstafir ihren ganz eigenen Post Metal – und Kreator shredden die Maximum Metal Stage in Grund und Boden. Bei Übersongs wie ‘Satan Is Real’, ‘Phantom Antichrist’ und ‘Violent Revolution’ sitzen nicht nur die Riffs, sondern zum ersten Mal überhaupt beim METAL HAMMER Paradise auch die Pyrotechnik.

Mitreißend & aufpeitschend

Wie nämlich FKP Scorpio-Geschäftsführer Stephan Tannscheidt am Samstagmittag im Veranstalter-Talk berichtet, hatte die Konzertagentur einen endlosen Kampf gegen die Ängste der Stadt Wangels zu führen. Mit Anwälten konnte die Live-Firma letztlich erstreiten, dass Flammen im großen Zelt auflodern dürfen. Darüber hinaus nehmen Thanscheidt und METAL HAMMER-Chefredakteur Sebastian Kessler noch Bandwünsche für 2024 entgegen. Im weiteren Rahmenprogramm veranschaulicht Sängerin Britta Görtz (Hiraes, ehemals Cripper) in ihrem Vocal-Workshop, wie man anständige Growls hinkriegt. Wind Rose-Riffschmied Claudio Falconcini erläutert sein Schaffen auf der Gitarre. Und Dr. Nico Rose liest aus seinem Spiegel-Bestseller ‘Hard, Heavy & Happy – Heavy Metal und die Kunst des guten Lebens’ vor.

Facebook Placeholder
An dieser Stelle findest du Inhalte aus Facebook
Um mit Inhalten aus Sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Überdies stellten All For Metal im Bowling-Turnier noch ihre (nicht vorhandenen?) Kugelschwing-Skills unter Beweis. Die Power-Metaller waren nach Freedom Call das erste musikalische Highlight des Tages. Das liegt nur an aufpeitschenden Songs wie ‘Born In Valhalla’ und ‘Legends Never Die’, sondern auch am Eyecandy auf der Maximum Metal Stage in Form der beiden muskulösen Sänger Tim „Tetzel“ Wagner (Asenblut) und Antonio Calanna sowie der beiden Gitarristinnen Ursula Zanichelli und Jasmin Pabst.

Magischer Moment

Nach einer saftigen Thrash-Versohlung von Destruction geht es heiter weiter mit Knorkator. „Seid ihr soweit? Dann macht alle mit!“, gibt der permanent durchdrehende Frontderwisch Stumpen die Richtung vor. Mit ihrem einzigartigen Wahnwitz (inklusive NDH- und Rammstein-Vibes) ziehen die Berliner die Menge in ihren Bann – zum Beispiel besingen die Musiker in ‘Die Welt wird nie wieder so, wie sie vorher war’ einen Kometen aus Scheiße, der droht, die Erde zu treffen. Ein herrlicher Irrsinn! Überdies dürfen in guter alter Tradition auch wieder kurz die Fotografen auf die Bühne – darunter unser Lorenz Pietzsch.

Facebook Placeholder
An dieser Stelle findest du Inhalte aus Facebook
Um mit Inhalten aus Sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Drüben haben zunächst Erdling, Mob Rules, Wolfheart und Ad Infinitum den Ballsaal aufgeheizt – nun dürfen die Fans bei Wind Rose ihre aufblasbaren Spitzhacken schwingen. Während die Nagelsmänner gerade das Spiel gegen die Türkei vergeigen, besingen die Italiener Schlachten von unter anderem Zwergen und Elben. Die Show der Power-Metaller strotzt vor epischen Hymnen à la ‘The King Under The Mountain’, ‘The Battle Of The Five Armies’ und ‘Together We Rise’. Natürlich fiebern alle dem The Yogscast-Cover ‘Diggy Diggy Hole’ entgegen, was dann auch der erhoffte magische Moment wird – nicht zuletzt dank dem angehängten, noch überdrehterem Dance Remix. Besser kann es eigentlich nicht mehr werden…

Vorplanen lohnt

…außer im Zelt bei Phil Campbell And The Bastard Sons. Der Brite und seine Stammhalter verzücken die Massen mit einem Motörhead-Set inklusive der zwei Cover ‘Heroes’ (David Bowie) und ‘God Save The Queen’ (Sex Pistols). In der Riffalm begeistern neben Hiraes, Hinayana und Before The Dawn vor allem Skyeye mit ihrem traditionellen Heavy Metal im Stil von Iron Maiden. Auf den großen Bühnen zeigen noch Peavy Wagner und die Rage-Crew sowie Simone Simons und ihre Epica-Truppe, wie man Metallern den Samstagabend versüßt.

Facebook Placeholder
An dieser Stelle findest du Inhalte aus Facebook
Um mit Inhalten aus Sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Spätestens nach der ausschweifenden Aftershowparty ist es dann wieder an der Zeit, sich um den Herbst 2024 zu kümmern. Denn der Vorverkauf für das nächstjährige METAL HAMMER Paradise am 22. und 23. November läuft bereits – auf metal-hammer-paradise.de/de/tickets. Schnell sind nur noch wenige Unterkünfte verfügbar… Abschließend sei noch einmal auf die nächste METAL HAMMER-Ausgabe hingewiesen, die am 15. Dezember erscheint. Darin findet ihr einen detaillierten Bericht sowie zahlreiche schicke Live-Fotos vom METAL HAMMER Paradise. Am leichesten kommt man als Abonnent an das Magazin!


Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.

teilen
twittern
mailen
teilen
Die METAL HAMMER-Aprilausgabe 2024: Das Metal-Jahr 1994, Rage u.a.

Ihr bekommt METAL HAMMER 04/2024 ab dem 15.03.2024 am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo! Das Metal-Jahr 1994 Elf METAL HAMMER-Abgesandte haben sich in eine Zeitmaschine gesetzt und sind zusammen 30 Jahre in die Vergangenheit gereist – um festzustellen: Im Jahr 1994 war so viel Metallisches geboten, dass die üblichen 66,6 gewürdigten Alben nicht ausreichen würden. Also findet ihr in dieser extralangen Titelgeschichte einen Überblick über die wichtigsten 94 Platten eines äußerst spannenden Zeitraums. Rage Mit dem starken AFTERLIFELINES gewinnen die Teutonen unseren Soundcheck. Zudem blicken sie in Bildern…
Weiterlesen
Zur Startseite