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Metallica: 35 Jahre … AND JUSTICE FOR ALL

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… AND JUSTICE FOR ALL (1988), das vierte Studioalbum von Metallica, reiht sich unter die relevantesten und einflussreichsten Veröffentlichungen der Metal-Musikhistorie. Während KILL ’EM ALL (1983), RIDE THE LIGHTNING (1984) und MASTER OF PUPPETS (1986) bereits einschneidende Momente in der Erfolgsgeschichte der Thrasher markiert hatten, legten Metallica mit AND JUSTICE FOR ALL inbrünstig nach. Heute feiern wir das 35. Jubiläum dieses Meisterwerks.

Willkommen, Jason Newsted

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Obwohl der Publikation eine tiefe Trauer durch Cliff Burtons Tod vorausging, ermutigten sich die verbliebenen Band-Mitglieder, dem ehemaligen Bassisten mit einer einzigartigen nächsten Platte eine Ehre zu erweisen. Die Suche nach einem ebenbürtigen Ersatz entpuppte sich allerdings als Herausforderung. Dennoch stellte sich der spätere Zuwachs um den Bassisten Jason Newsted als Bereicherung für die Band und den Fortlauf ihrer Geschichte heraus.

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Raffinierter Stilbruch

Ein nennenswertes Merkmal der 1988 erschienenen Scheibe ist die technische Raffinesse, die sich Metallica nach wenigen Jahren Studio- und Tourneeerfahrung angeeignet haben. Die Mitglieder der Band, insbesondere Gitarrist Kirk Hammett und Schlagzeuger Lars Ulrich, schöpfen das Potenzial ihres musikalischen Könnens auf … AND JUSTICE FOR ALL wahrhaftig aus. Die komplexen Rhythmen, schnellen Gitarren-Riffs und virtuosen Soli gelten noch heute als legendär und beeinfluss(t)en Instrumentalistinnen und Instrumentalisten rund um den Globus.

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Die Produktion und das Mastering der Platte jedoch sorgten für Kontroversen unter den Fans. Der Sound stach durch seine trockene und sterile Klangqualität hervor, bei der der Bass nahezu unhörbar in den Hintergrund rückte. Dies verursachte Diskussionen über die Sinnhaftigkeit gewisser Arten der Metal-Musikproduktion. Dennoch begannen viele Bands zu dieser Zeit, mit ähnlichen Produktionstechniken zu experimentieren, was die Vielfalt von Sound-Variationen innerhalb des Genres befeuerte.

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Metallica mit Message

Auch inhaltlich und lyrisch hat … AND JUSTICE FOR ALL einiges zu bieten. So behandeln die Songs der Platte vornehmlich politkritische Inhalte, darunter Korruption, soziale Ungleichheit und Ungerechtigkeit sowie das Versagen des Rechtssystems. Mit … AND JUSTICE FOR ALL drücken Metallica die Frustration und Wut einer gesamten Generation aus, die sich mit gesellschaftlichen und politischen Missständen konfrontiert sah. Insbesondere die Hits ‘One’ und ‘Harvester Of Sorrow’ ernteten im Rahmen dieser Thematik Aufmerksamkeit und Zuspruch und verhalfen Metallica zu einer noch breiteren Hörerschaft.

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Zeitlos und unerschrocken

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… AND JUSTICE FOR ALL hat den (Thrash) Metal in vielerlei Hinsicht beeinflusst. Das Album verdeutlichte, dass Metal nicht bloß laut und chaotisch sein muss, sondern auch komplexe musikalische Strukturen mit sozialen und gesellschaftskritischen Botschaften vereinen kann. Die technische Virtuosität der Band und ihre Bereitschaft, mit Konventionen in Bezug auf die gängigen Produktionsstile zu brechen, eröffnete nicht bloß für die Gruppe selbst, sondern insgesamt für die Metal-Szene neue stilistische Horizonte. Darüber hinaus bleibt dieses Album ein zeitloser Evergreen, der auch heute noch auf der ganzen Welt zelebriert wird.

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Zum 40. Jahrestag: Gedenken an Tschernobyl

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