Paul Stanley kritisiert Elon Musks Milliardeninvestition in Twitter

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Das „Starchild“ von Kiss, Paul Stanley, warf kürzlich via Social Media eine durchaus berechtigte Frage auf, die den 44 Milliarden Dollar schweren Deal von Elon Musk mit Twitter kritisiert. In einem Tweet teilte der Musiker eine Meldung der Nachrichtenagentur Reuters, die über die (noch inoffizielle) Übernahme Twitters von Elon Musk informiert. Sobald der Deal offiziell zustande kommt, wird Elon Musk – Gründer von Tesla und SpaceX und der derzeit reichste Mann der Welt – der neue Eigentümer der Social Media-Plattform, die mehr als 200 Millionen Nutzerinnen und Nutzer unterhält.

Stanley schrieb in seinem Post: „Vielleicht habe ich etwas verpasst (bitte sagt es mir). Aber wäre unsere Welt nicht besser dran, wenn wir 44 Milliarden Dollar für die Beseitigung der Hungersnot oder die Heilung von Krebs einsetzen würden, anstatt eine persönliche Übernahme zu finanzieren? Die Liste ist lang und die Möglichkeiten endlos.“

Rock-Stars pro Milliardäre

Eine Reihe namhafter Kollegen aus der Musikbranche reagierte skeptisch auf Stanleys Beitrag. Unter anderen Shinedown-Gitarrist Zach Myers, der die kritische Haltung von Paul Stanley offenbar nicht teilt. Er schrieb: „Paul… Du bist wahrscheinlich einer meiner Lieblingsmenschen, mit denen ich je getourt bin, aber A. den Bürgern zu sagen, was sie mit ihrem Geld machen sollen, ist nicht unsere Aufgabe und B. selbst nicht, wenn es sich um 44 Milliarden handelt. Damit wirst du den Welthunger nicht beenden.“

Auch der ehemalige Sänger von Judas Priest, Tim „Ripper“ Owens, schien nicht überzeugt von Stanleys Meinung. „Nun, er verkauft Teslas, aber ich bin mir sicher, dass sie die jetzt auch nicht kaufen werden. Es ist cool, dass du in einem Haus mit einem Schlafzimmer und 800 Quadratmetern wohnst und der Großteil deines Geldes in die Bekämpfung des Welthungers fließt. Das ist großartig. Aber spende das Geld, das deine Fans für deinen Merch ausgeben, lieber für wohltätige Zwecke“, hieß es in Owens‘ Beitrag. Eine recht verschlüsselte Aussage, wie auch Sacred Reich-Frontmann Phil Rind findet, der später eingrätschte. „Diese Leute sind teilnahmslos“, schrieb er. „Braucht irgendwer eine 500 Millionen Dollar Yacht? Brauchen Leute Häuser für 100 Millionen Dollar? Diese Leute wollen nicht einmal zulassen, dass sich ihre Arbeiter gewerkschaftlich organisieren, weil sie sie dann vielleicht fair bezahlen müssten. Welthunger? Obdachlosigkeit? Das sind wohl die Probleme der anderen. Alle Macht dem Volke.“

Die vermutlich sinnvollere Alternative

Im Oktober 2021 erklärte der Direktor des Welternährungsprogramms der Vereinigten Staaten (WFP), David Beasley, gegenüber CNN, dass es nur „sechs Milliarden Dollar bräuchte, um 42 Millionen Menschen zu helfen, die kurz vor einem Hungertod stehen“ und dass die Milliardäre – unter Berufung auf die reichsten Männer der Welt, Musk und Jeff Bezos – „jetzt einmalig etwas tun“ müssten. Als der CNN-Artikel auf Twitter geteilt wurde, antwortete Musk, dass er Tesla-Aktien verkaufen würde, wenn das WFP einen Plan zur Beendigung des Welthungers für sechs Milliarden Dollar vorlegen könnte. Beasley stellte jedoch später klar, dass er nie gemeint hätte, dass Musk mit einer solchen Spende tatsächlich den Welthunger lösen könnte, dass das Geld aber durchaus Millionen helfen würde.

„Sechs Milliarden Dollar werden den Welthunger nicht lösen, aber sie werden geopolitische Instabilität und Massenmigration verhindern und 42 Millionen Menschen am Rande des Hungertodes retten“, twitterte Beasley.

Meinungsfreiheit und Hassrede via Social Media

Stanleys Reaktion auf die Nachricht von Musks Twitter-Kauf steht im krassen Gegensatz zu der seines Kiss-Band-Kollegen Gene Simmons. Dieser gratulierte Elon Musk zu seiner neuen Errungenschaft, wünscht sich für die Twitter-Zukunft jedoch ein Recht „freie Meinungsäußerung. Aber Hassrede und faktische Fehlinformationen sollten meiner bescheidenen Meinung nach nicht Teil der freien Rede sein.“

Musk, der sich selbst als „Absolutist der Meinungsfreiheit“ bezeichnet, sagte, dass Twitter als privates Unternehmen für die Freiheit eintreten könnte. Kritisierende der Übernahme haben die These aufgestellt, dass Musk den Nutzerinnen und Nutzern der Plattform erlauben wird, unter dem Deckmantel des Schutzes der Meinungsfreiheit Fehlinformationen und Hassreden zu verbreiten.

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