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Exklusives Metallica-Album nur in METAL HAMMER 08/2021

Amorphis Circle

Melodic Death Metal, Nuclear Blast/Warner 9 Songs / 42:18 Min. / VÖ: 19.04.2013

6.0/ 7
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Foto: METAL HAMMER

Dieser Soundcheck-Gewinn von Amorphis ist nur mit einem Wort zu beschreiben: Dominanz. Welche Band hat es bisher in der Soundcheck-Historie denn schon geschafft, mit vier ihrer letzten fünf Alben auf den Thron zu knallen (SKYFORGER errang 2009 hinter Heaven And Hell „nur“ Platz zwei)? Seit dem Neustart 2005 mit Sänger Tomi Joutsen (wie bei AC/DC wird er wohl für viele alte Fans immer „der Neue“ bleiben) liegen sich Kritiker und Fans in den Armen. Zu Recht.

Keine zweite Band schafft die Symbiose aus melodischem Death Metal und Folklore in solch perfekter Harmonie. Während die meisten der Neunziger Jahre-Helden längst kleinere Brötchen backen, und, wenn überhaupt, nur noch mit kompletten Aufführungen diverser legendärer Platten von sich reden machen, jagen Amorphis ein großes Album nach dem nächsten raus. Der erfolgreiche Vorgänger THE BEGINNING OF TIMES wurde unter anderem wegen fehlender Weiterentwicklung kritisiert.

Zum Glück sahen die Finnen das ähnlich und sprengten für CIRCLE endlich die eigenen Fesseln. Kalevala-Lyrics? Raus! Schmacht-Rock? Weg damit! Gleich der Opener ‘Shades Of Gray’ verdeutlicht: Amorphis 2013 wollen raus aus der Kuschelrock-Ecke. Die Gitarren dürfen ruhig knarzen und die Keyboards etwas leiser durch die finnischen Wälder rauschen. Eine Ursache des raueren Umgangstons hört sicher auf den Namen Peter Tägtgren, der quasi im Vorbeigehen, neben einem neuen Hypocrisy-Album, auch noch CIRCLE produzierte.

Musikalisch hat der Workaholic ebenfalls Einfluss genommen. Denn trotz aller neu gewonnenen Härte: Ob ein Song wie ‘Mission’ ohne Peters Sabaton-Ausflug (‘Gott mit uns’) auch so poppig geraten wäre? Nein, derart ungestüm und wild wie in den Anfangstagen werden Amorphis wohl nie mehr klingen. Warum auch? Die Finnen haben längst ihr eigenes Genre geschaffen und sich einen Wiedererkennungswert erspielt, der nur den ganz Großen der Szene vorbehalten ist.

Das schönste an CIRCLE: Innerhalb der Redaktion herrscht Einigkeit über die große Qualität des Albums (selbst Eisen-Anz gibt fünf Punkte), aber Uneinigkeit darüber, welcher Song der beste auf CIRCLE ist: ‘Mission’, ‘Hopeless Days’ – oder doch ‘A New Day’? Niemals haben derartige Diskussionen mehr Freude gemacht. Diese Dominanz darf noch ewig anhalten. Metaller der Welt – verneigt euch vor dieser Band.

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