Kritik zu Architects Of Chaoz The League Of Shadows

Architects Of Chaoz The League Of Shadows

Metalville/RTD 12 Songs/ VÖ: erschienen

6.0/ 7
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Was sollen die überflüssigen Vergleiche mit Iron Maiden? Mit seiner Formation Architects Of Chaoz beweist Paul Di’Anno so unmissverständlich wie nachhaltig, dass er auf eigenen Beinen steht. Seine Zusammenarbeit mit der deutschen Band The Phantomz besteht auf der Bühne immerhin schon seit mehr als zehn Jahren, ein erstes Album ist dementsprechend überfällig.

Und das Warten auf THE LEAGUE OF SHADOWS hat sich definitiv gelohnt: Der Opener ‘Rejected’ besticht mit melodischer Breitseite, aber fetzig gezockt und aggressiv, und lässt aufhorchen; beim folgenden ‘How Many Times’ zeigt sich Di’Anno mit nostalgischer Note gesanglich stark, während das mitreißend furiose ‘Horsemen’ mit leichter Punk-Attitüde angaloppiert kommt – hier gebührt das Kompliment nicht nur dem Sänger, sondern speziell auch der Saitenfraktion.

Kein Wunder, dass die (keineswegs schlechte) Ballade ‘Switched Off (Released)’ zwischen Highlight Nummer eins und dem zügellosen Draufgänger ‘Erase The World’ schnell in Vergessenheit gerät. Noch mehr Nachhall provozieren schwungvolle, melodische Riff-Orgien wie der zweite Höhepunkt ‘Dead Eyes’, das deutsch angezählte, wuchtig-epische ‘When Murder Comes To Town’, die treibende Nackenattacke ‘Obsidian Black’ sowie das spaßig beginnende, danach aber ernsthaft riffende ‘Apache Falls’.

Und das Beste: Architects Of Chaoz gelingt es auf LEAGUE OF SHADOWS nicht nur, sich (von gewissen Trademarks abgesehen) vom großen Vergleichsobjekt abzulösen und eigene Wege zu beschreiten, sondern lobenswerterweise auch, eine knappe Stunde lang die Spannung aufrechtzuerhalten und durchgehend mit überdurchschnittlichen Stücken aufzuwarten. Mütze und Bandana ab, die Herren!

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